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Kinarus kann Studie für Augenkrankheit starten

Das Biotech-Unternehmen darf nach ersten Daten eine Studie mit seinem Wirkstoff KIN001 an Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration durchführen.

(AWP/RB) Kinarus sieht die potenzielle Wirksamkeit seines Augenkandidaten KIN001 durch präklinische Daten belegt. Wie das kleine Pharmaunternehmen am Dienstag mitteilte, hat es in Deutschland und der Schweiz die Genehmigung für die Durchführung einer klinischen Phase-II-Studie mit KIN001 bei Patienten erhalten, die an der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (feuchte AMD) leiden.

In dem präklinischen Modell wurde der Kandidat zunächst an Mäusen und Primaten getestet. Er soll nun oral Patienten mit feuchter AMD verabreicht werden, zusätzlich zu den Augeninjektionen, die sie regelmässig erhalten. Kinarus hofft, dass die Häufigkeit der belastenden Spritzen ins Auge dank KIN001 deutlich reduziert werden kann.

Die feuchte altersbedingte Makuladegeneration betrifft laut Mitteilung die Makula der Netzhaut, die für das zentrale Sehen wichtig ist. Die feuchte AMD ist die häufigste Ursache für Sehbehinderungen in den Industrieländern und die dritthäufigste Ursache weltweit.

KIN001 hat antientzündliche und antivirale Wirkung. Es ist eine Kombination der zwei seit längerem bekannten Wirkstoffe Pamapimod and Pioglitazone, die auch an hospitalisierten Coronapatienten getestet wird.

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