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Der heilige Nikolaus ist Schutzpatron der Kinder, Schüler – und der Schiffsleute. Die Legende sagt, Nikolaus, im vierten Jahrhundert Bischof von Myra in Kleinasien, habe einst auf wundersame Weise Schiffbrüchige gerettet. So unpassend ist es also nicht, dass der St.-Nikolaus-Brauch selbst zur See praktiziert wird. So wie vor dem Opernhaus von Sydney ein Klaus aufrecht übers Wasser paddelt – ja: schier wandelt. St. Nikolaus ist globalisiert, als lateinischer wie auch orthodoxer Heiliger; Lutheraner und Reformierte schätzen ihn ebenfalls. So kommt er am 6. Dezember – seinem Todestag, vielleicht anno 343 – überall in der Christenheit (heute wohl kein politisch korrekter Begriff mehr) zu segensreichem Einsatz. Doch das Rollen-Wirrwarr zwischen St. Nikolaus, Weihnachtsmann, Santa Claus, Knecht Ruprecht und Christkind ist ein heilloses. Der amerikanische Santa Claus wirkt an Weihnachten und bedrängt in der Alten Welt den wahren Klaus. Der «Aussie» hier ist wohl auch eher ein Santa Claus; das Original nämlich trägt eine Mitra. Santa ist ein Spross des von den Niederländern nach Übersee verschleppten Sinterklaas. Nach Europa gelangte er quasi im Paket mit dem Dollar-Manna des Marshall-Plans nach 1945. Nun haben wir das Geschenk.