Obwohl Grosskonzerne wie Nestlé (NESN 80.04 1.44%), Novartis (NOVN 84.08 1.96%), Finanzhäuser und andere die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse dominieren, machen sie nur einen marginalen Anteil an der Schweizer Unternehmenslandschaft aus. Von den 2015 gezählten marktwirtschaftlichen Unternehmen (privat, gewinnorientiert) stehen die Grossen mit mehr als 250 Beschäftigten nur gerade für 0,3%. Mit gut 522 000 Gesellschaften entfallen knapp 90% auf Mikrounternehmen. Die Anteile der verschiedenen Grössenklassen sind seit 2011 weitgehend stabil. Nach Wirtschaftssektoren entfallen drei Viertel aller Unternehmen auf Dienstleistungen. Ihre Zahl ist seit 2011 um 8% gewachsen. In der Industrie sind 15,6% der Gesellschaften aktiv (+1,6%) und im primären Sektor noch 9,4%. Dieser Sektor ist im Beobachtungszeitraum 7% geschrumpft. Eine Veränderung hat sich im öffentlichen Bereich ergeben. Die Zahl der nicht marktwirtschaftlichen Unternehmen, der öffentlichen Verwaltungen, ist stabil. Diejenige der marktwirtschaftlichen Gesellschaften im öffentlichen Sektor, also der öffentlichen Unternehmen wie etwa Post oder SBB, hat hingegen deutlich abgenommen. Sie ist seit 2011 fast ein Viertel auf noch 871 Unternehmen geschrumpft. Das ist erfreulich, ist es doch nicht Aufgabe des Staates, marktwirtschaftlich orientierte Unternehmen zu betreiben und so die Privatwirtschaft zu konkurrenzieren.