Unternehmen / Industrie

Klingelnberg muss unten durch

Analyse | Der Maschinenbauer wird von der Autorezession und der Coronakrise gebeutelt. Die Finanzen sind aber solid, was den Aktien Halt geben sollte.

Vor rund zwei Jahren ging der Maschinenbauer Klingelnberg an die Börse – und wurde für die damaligen Aktienzeichner zu einer der schlechtesten IPO-Erfahrungen der letzten Jahre. Platziert wurden die Titel zu 53 Fr. Jetzt notieren sie noch um 12 Fr. Vom Emissionserlös von etwa 250 Mio. Fr. flossen gerade einmal 27 Mio. Fr. ins Unternehmen, der Rest ging an die Familie Klingelnberg, die jetzt noch rund 53% am Unternehmen hält. Wer damals verkauft hat, kann sich die Hände reiben.

Wer damals aber gekauft hat, so wie die IPO-Zeichner, muss auf die Zähne beissen. Denn Klingelnberg geht es nicht gut. Im Geschäftsjahr 2019/20 per Ende März ist der Umsatz um 24% auf 212 Mio. € gefallen, auf Stufe Betriebsgewinn (Ebit) ist aus den 30 Mio. € des Vorjahres ein Minus von 18,8 Mio. € geworden. Darin enthalten sind Restrukturierungskosten von 14 Mio. €. Unter dem Strich resultiert ein Verlust von 25,4 Mio. € nach einem Gewinn von 19,2 Mio. € im Vorjahr. Pro Aktie entspricht das einem Verlust von 2.87 € (3.15 Fr.), nach einem Gewinn pro Aktie im Vorjahr von 2.52 Fr. Die Dividende wird gestrichen. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.