Unternehmen / Schweiz

KMU leiden unter lückenhafter Staatshilfe

Nach einem Jahr Pandemie sind die Reserven vieler KMU aufgebraucht. Auf die staatliche Hilfe ist nicht immer Verlass.

Je länger diese Pandemie andauert, desto eher hadern Kleinunternehmerinnen und -unternehmer mit den staatlichen Einschränkungen. Seit rund einem Jahr müssen sie ihre Betriebe immer wieder schliessen oder sind von einer schwachen Nachfrage betroffen. Eine Befragung der Credit Suisse bei rund tausend Schweizer KMU im Herbst 2020 lieferte besorgniserregende Resultate: 11% der befragten KMU gaben an, sich im akuten Krisenmanagement zu befinden. Weitere 43% teilten mit, die betriebliche Tätigkeit habe das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht. Keine gute Ausgangslage für die zweite Pandemiewelle.

Die staatliche Hilfe, die das Überleben dieser Unternehmen sichern sollte, ist lückenhaft. Das zeigen Gespräche der FuW mit Selbständigen: Da geht ein Taxiunternehmen Konkurs, weil die Inhaberin aufgrund eines persönlichen Schicksalsschlags ihren Lohn angepasst hat – und deshalb leer ausgeht. Da wartet ein Kampfsportlehrer seit Monaten auf Hilfe, während sich unbezahlte Rechnungen stapeln. Und ein Paar erhält keine Härtefallgelder, weil es sein Restaurant nur sechs Tage vor dem ersten Lockdown eröffnet hat und daher nicht beziffern kann, wie viel Umsatz es in normalen Zeiten erwirtschaften würde.

Die Verfahren zur Beantragung der Hilfsgelder sind kompliziert, die Bestimmungen ändern sich laufend. Hinzu kommt, dass die Behörden seit dem zweiten Lockdown überlastet scheinen und Unternehmen teils monatelang warten müssen, bis sie Geld oder schon nur eine Antwort erhalten. Für Betriebe mit niedrigen Margen und entsprechend geringen Reserven können diese Wartefristen das Aus bedeuten.

«Wenn Hunderte Kleinunternehmer und ihre Angestellten in der Arbeitslosigkeit landen, wird das den Staat mehr kosten, als wenn er die Betriebe jetzt am Leben erhält», sagt Karin Schnyder, deren Unternehmen Enzian-Taxi unterdessen Konkurs gegangen ist. Doch nicht alle sehen Anlass zur Klage: Stefan Rösner, Inhaber von Costard Massanzüge, sagt, er sei dem Staat «sehr dankbar». Ohne staatliche Hilfe hätte er sein Unternehmen aufgeben müssen.


Fünf KMU im Überblick



Taxi-Enzian, Muri (AG)

«Mein Taxiunternehmen ist wegen Corona in Konkurs gegangen.»

Karin Schnyder, Inhaberin


«Mein Taxiunternehmen ist wegen Corona in Konkurs gegangen. Ich habe eine riesige Wut in mir. Die Bundesräte erzählen immer, was sie ­alles für die Unternehmen machen würden. Aber das stimmt einfach nicht, zumindest nicht für die Kleinunternehmen. Für März bis Mai 2020 bekam ich Kurzarbeitsentschädigung. Dann hiess es, als Geschäfts­inhaberin könne man das nicht mehr beantragen. Dabei verdiente ich ja immer noch kaum etwas. Die Umsatzeinbusse betrug bis zu 90% .

Vor Corona hatten wir fixe Aufträge für Fahrten ins Paraplegikerzentrum Nottwil. Oder wir fuhren ältere Leute zum Coiffeur. Das fiel während des Lockdown alles weg. Am Wochenende konnten wir uns normalerweise kaum retten vor Telefonanrufen von Leuten, die vom Ausgang nach Hause wollten. Wir fuhren jeweils mit drei Autos. Im letzten Jahr war ich froh, wenn ich an einem ganzen Wochenende noch drei Fahrten machen konnte.

Ich habe versucht, Soforthilfe beim Kanton Aargau zu beantragen. Aber das Formular, das man hätte ausfüllen müssen, war ­gesperrt. Trotz Anrufen und E-Mails an die Ämter konnte ich es nicht mal ausdrucken, um es von Hand auszufüllen. Als ich dann endlich ­darauf zugreifen konnte, war die Frist für die Einreichung abgelaufen.

Im Oktober hiess es plötzlich, man könne als Selbständiger nun doch Kurzarbeitsentschädigung beantragen, und zwar rückwirkend. Ich habe das gemacht. Aber da sagte man mir, massgebend sei der Lohn vom Dezember 2019. Damals hatte ich mir nur 1700 Fr. ausgezahlt, weil ich das Unternehmen noch mit meinem Mann zusammen geführt hatte. Er hat zu der Zeit auch noch Geld verdient. Danach hatte er einen Hirnschlag, und ich war allein für das Einkommen verantwortlich. Deshalb habe ich meinen Lohn auf das Existenzminimum heraufgesetzt, was ich in einem Begleitschreiben erklärt habe. Die Sozialversicherung teilte mir dann mit, ich hätte mir 2020 zu viel ausgezahlt und würde nichts erhalten.

Ich wollte bis zum bitteren Ende kämpfen. Ich sagte mir, dass ich das Geld zugute habe und es daher irgendwann kommen müsse. Gewisse Zahlungen konnte ich aber nicht mehr leisten. Die Telefonrechnung musste ich ja weiterhin zahlen, damit ich überhaupt noch arbeiten konnte. Also habe ich die Pensionskassenbeiträge nicht mehr bezahlt. Im Februar hat die Pensionskasse deshalb den Konkurs eingeleitet. Ich habe dafür kein Verständnis. Die wissen doch, wie schwierig es viele kleine Betriebe im Moment haben.

Im April fange ich eine neue Stelle an, als Sozialpädagogin. Im Ge­gensatz zu anderen Kleinunternehmern hatte ich das Glück, in meinem erlernten Beruf schnell eine gute Arbeitsstelle zu finden. Ich muss mein Leben neu ordnen und finanziell wieder auf die Beine kommen.»


Restaurant Falken, Zürich-Wiedikon

«Das Vertrauen in den Staat ist erschüttert. Überall gibt es Schikanen.»

Céline Tschanz und Florian Bobst, Inhaber


«Letzte Woche hatten wir Jubiläum: ein Jahr Falken. Am 11. März 2020 haben wir unser Restaurant in Zürich-Wiedikon nach zwei Monaten ­Umbau eröffnet. Sechs Tage später mussten wir schliessen. In den zwölf Monaten, seit es uns gibt, hatten wir insgesamt sechs Monate geschlossen, auf Anordnung der Behörden.

Dennoch haben wir bislang keine Härtefallgelder bekommen. Auf unseren Antrag erhielten wir dreieinhalb Wochen lang keine Antwort. Dann kam eine E-Mail, dass wir Umsatzzahlen von 2018 und 2019 vorlegen müssten. Das können wir logischerweise nicht, da es unser Restaurant damals noch gar nicht gab. Das hatten wir auch bereits in unserem Antrag geschrieben. Danach teilte man uns mit, dass wir in dem Fall Umsatz­zahlen von Januar und Februar 2020 vorlegen müssten. Da wir zu der Zeit umgebaut haben, hatten wir auch noch keinen Umsatz. Deshalb haben wir bislang nichts bekommen – obwohl wir gemäss Gesetz Anspruch haben. Es fehlt einfach die Berechnungsgrundlage.

Wir haben zwar Kurzarbeitsentschädigung erhalten, im ersten Lockdown auch für uns, jetzt nur noch für unsere Mitarbeiter. Zudem müssen wir während der Schliessung keine Miete zahlen, da das Lokal der Stadt Zürich gehört. Dennoch ist es finanziell ein Debakel. Wir haben null Einnahmen, mussten schon nur im Februar aber dennoch Rechnungen für 60 000 Fr. zahlen: Pensionskassenbeiträge, Mehrwertsteuer und so weiter. Privat haben wir ja auch Kosten. Wir haben drei Kinder und arbeiten beide ausschliesslich für das Restaurant. Vor der Eröffnung ­haben wir 400 000 Fr. Startkapital aufgenommen. Wir wollten uns eine Existenz aufbauen. Einen Plan B haben wir nicht, einen Nebenjob oder so. Wir sind Gastronomen, das ist unser Leben. Es geht um die Existenz. Wenn wir dieses Restaurant nicht mehr haben, haben wir beide keinen Job mehr und zudem ziemlich hohe Schulden.

Dabei standen die Zeichen gut. Im Sommer war bei uns die Hölle los, auch dank der grossen Terrasse. Aber schon im Herbst, mit den steigenden Fallzahlen, wurde es wieder schwierig. Da haben wir, obwohl wir geöffnet hatten, jeden Tag Geld verloren. Im Dezember betrug die Umsatzeinbusse über 70%.

Wir wurden dazu angeregt, ein Crowdfunding zu starten. Das wollen wir versuchen. Das Vertrauen in den Staat ist erschüttert. Überall gibt es Schikanen. So muss man sich für die Kurzarbeit immer wieder neu anmelden, sonst fällt man raus. Wir haben uns auch bei der EO (Erwerbs­ersatz) angemeldet. Aber da beträgt die Wartefrist bis zum Entscheid zweieinhalb Monate. Das ist existenzbedrohend! Im Januar und Februar sind wir in ein richtiges Tief gefallen. Uns fehlte der Antrieb für alles. So kennen wir uns gar nicht. Wir arbeiten sonst wie die Verrückten.»


Costard Massanzüge, Oberengstringen

«Wenn man sich nicht sieht, muss man sich auch nicht in Schale werfen.»

Stefan Rösner, Inhaber


«Die Idee meines Unternehmens ist, dem Geschäftsmann den Aufwand des Kleidersuchens abzunehmen. Der Kunde sucht sich bei mir einen Stoff und den Schnitt aus. Seine Masse erfasse ich bei mir im System. Herstellen lasse ich die Anzüge bei einer Schneiderei in Deutschland.

Meinen Showroom in Oberengstringen musste ich von Januar bis Februar dieses Jahres zum zweiten Mal schliessen. Ich verkaufe aber nicht nur im Laden, sondern besuche die Kunden auch im Büro oder zu Hause. Das war trotz Lockdown möglich. Ich bin dann einfach mit Maske vorbeigegangen. In zwei, drei Fällen habe ich Bestellungen per Telefon entgegen genommen. Wenn ich die Masse des Kunden habe, ist das kein Problem. Einem Kunden habe ich die Stoffauswahl per Paket geschickt, damit wir uns nicht treffen mussten.

Die Nachfrage ist aber merklich zurückgegangen. Zu Hause arbeiten die Leute in Jeans oder Trainerhosen. Sie brauchen daher weniger neue Anzüge. Einige sagten auch, sie hätten einen Anzug für eine Messe oder eine Hochzeit gebraucht. Aber nun sei die ohnehin abgesagt worden. Wenn man sich nicht sieht, muss man sich auch nicht in Schale werfen. Letztes Jahr konnte ich im Mai und im Juni noch viele abgesagte Termine vom Frühling nachholen. So bin ich trotzdem auf zwei Drittel meines normalen Jahresumsatzes gekommen. Dazu beigetragen hat, dass van Laack, mein Masshemden­lieferant, früh angefangen hat, Stoffmasken zu produzieren. So konnte ich letztes Jahr zusätzlich etwa 5000 Masken verkaufen.

Der Einnahmenrückgang, den ich im vergangenen Jahr hatte, wurde ziemlich genau durch das Taggeld gedeckt, das ich von der Arbeits­losenversicherung bekam. Zudem habe ich einen Coronakredit erhalten. Ohne die Hilfe des Staates, für die ich sehr dankbar bin, hätte ich mein Geschäft aufgeben müssen. In vielen anderen Ländern würde es Costard Massanzüge jetzt nicht mehr geben. Für den zweiten Lockdown habe ich ebenfalls Taggeld und Härtefallentschädigung beantragt. Bisher habe ich aber noch nichts gehört. Die entsprechenden Ämter sind offensichtlich ziemlich überlastet.

Ich bin zuversichtlich, dass die Nachfrage wieder anziehen wird. Wenn die Leute sich wieder treffen und ins Restaurant gehen ­können, werden sie sich auch wieder passende Kleidung leisten wollen. Falls auch in Zukunft vermehrt im Home Office gearbeitet wird, könnte das Geschäft zwar schon etwas schwieriger werden. Aber das wurde es auch schon über die letzten zwanzig Jahre. Dass die Mitarbeiter der Banken mittlerweile keine Krawatte mehr tragen müssen, hat meinem Unternehmen auch nicht geholfen. Heute kauft der Kunde seltener drei Anzüge auf einmal, sondern eher drei Hemden und eine Anzug­jacke, die er dann zu Jeans kombiniert.»


Kinder-Secondhand-Laden KiWi, Zürich-Wipkingen

«Die kleinen Läden leiden am meisten unter der ­Schliessung.»

Dagmar Lombris und Georgina Tscharner, Inhaberinnen


«Die Zürcher Bahnhofstrasse wird nach jedem Lockdown gleich aussehen, die kleinen Quartierstrassen aber vielleicht nicht. Das tut uns weh. Es sind ja die kleinen Läden, die eine Stadt bunt und lebendig machen. Sie leiden am meisten unter der Schliessung.

Unser Kinder-Secondhand-Laden KiWi (Kinderkleider Wipkingen) musste von Mitte Januar bis Ende Februar zum zweiten Mal schliessen. Während des ersten Lockdown vor einem Jahr hat uns unser Vermieter die Miete erlassen, was sehr grosszügig war. Beim zweiten Mal hat er dies nicht mehr getan, auch weil er sich über die mangelnde Kommunikation des Bundesrats geärgert hat. Wir haben dafür Verständnis. Es ist kein grosser Immobilienbesitzer, er hat nur diese eine Liegenschaft, und die Miete ist ohnehin schon tief. Das hat uns geholfen, über die Runden zu kommen.

Viel länger hätten wir das Geschäft dennoch nicht zu lassen können, vielleicht noch zwei Monate. Dann hätten wir privat Geld einschiessen müssen, dann wäre es auch für uns existenziell geworden. Der Laden ist unser Haupteinkommen. Aber von einem Kinder-Secondhand-Laden allein kann man nicht leben. Es ist nicht das Geld, von dem sich unsere Familien hauptsächlich finanzieren. Wir empfanden die Situation deshalb vor allem von der Moral her als schwierig. Unser Laden ist ein Treffpunkt in Wipkingen. All die Kontakte, die Gespräche fielen auf einmal einfach weg.

Auch das Management des Sortiments war schwierig. Vor dem Lockdown wussten wir nie, ob wir jetzt noch Wintersachen annehmen können oder ob wir ohnehin bald bis in den Frühling hinein schliessen müssen. Dann wären wir auf den ganzen Wintersachen sitzen geblieben. Letztlich hatten wir dann aber Wetterglück. Kurz vor dem Lockdown hat es nochmals geschneit, weshalb wir alle Bobs und Skihosen verkaufen konnten. Das sind grosse, sperrige Sachen, die wir wegen unseres ­geringen Stauraums kaum hätten lagern können.

Irgendwann hatten wir aber auch nicht mehr so viel Verständnis für die Schliessung. Man sah die Bilder von den vollen Seilbahnen in den Skigebieten, und gleichzeitig musste unser kleiner Laden zu bleiben. Dabei haben wir verschiedene Räume und hätten Durchzug machen können. Wir hätten auch sehr einfach regeln können, dass sich beispielsweise nur fünf Personen gleichzeitig im Laden aufhalten.

In den letzten Wochen mussten wir den Kundenstrom teilweise kanalisieren. Am 1. März durften wir ja wieder öffnen – und die Nachfrage war riesig. Es fehlt ja auch den Kunden etwas, wenn sie nicht mehr in die Läden können. Die Leute hatten richtig Lust, einzukaufen. Am ersten Tag nach der Öffnung kam eine Frau und kaufte alle Kinderjacken, die sie schön fand, in der gleichen Grösse. Vier Jacken auf einmal.»


Kampfsportakademie Zürich, Zürich-Altstetten

«Wenn ich die Politiker am Radio reden höre, muss ich abschalten.»

Marco Schnyder, Inhaber


«Vor zwei Wochen ging es mir ganz schlecht. Ich hatte fast einen ­Nervenzusammenbruch und bin in Tränen ausgebrochen. Seit ich meine Kampfsportschule am 22. Dezember schliessen musste, habe ich kein Geld gesehen, weder von den Sozialversicherungen noch aus der Härtefallentschädigung. Ich habe den Eindruck, dass mir Steine in den Weg gelegt werden. Es ist nur schon enorm kompliziert, diese Unterstützungsanträge auszufüllen. Ich musste dafür eine Treuhänderin anstellen. Die hat alle Gesuche eingereicht. Von der Sozialversicherung kam aber die Antwort, mein Unternehmen sei nicht von den Schliessungen betroffen. Natürlich ist es das! Da hat sich jemand um meinen Antrag gekümmert, der keine Ahnung hat.

Vielleicht bekomme ich irgendwann noch Geld, im April oder Mai. Aber ich brauche es jetzt. Ich kann die Miete für meine Kampfsportschule in Zürich-Altstetten seit zwei Monaten nicht zahlen. Bisher hat sich der Vermieter nicht gemeldet, wohl bewusst nicht. Mir selbst kann ich keinen Lohn mehr zahlen, dabei muss ich ja auch privat Miete und Versicherungen zahlen. Mit welchem Geld? Ich werde absolut allein gelassen. Ich bin Gesellschafter in meiner Firma, arbeite zu 100%, sechzig bis siebzig Stunden die Woche, und das seit über elf Jahren. Kurzarbeitsentschädigung bekomme ich keine. Ich ­verstehe nicht, warum. Ich zahle über die Firma Sozialversicherungs­abgaben, aber bekomme sie nicht, wenn ich sie bräuchte. Ich habe mein Geschäft ja nicht freiwillig geschlossen.

In der Fitnessbranche wäre das Januargeschäft wichtig: All die Leute, die im neuen Jahr mehr Sport machen wollen, die kommen nicht mehr. Auch von meinen bisherigen Kunden suchen einige ein anderes Hobby – eines, das sie noch ausüben können. Ich biete Online-Kurse an, aber das interessiert nun mal nicht jeden. Allein dieses Jahr haben 29 Personen ihr Abo gekündigt, 30% der Kunden, die ich noch hatte. Im April kann ich vielleicht wieder Kurse anbieten. Aber wenn nur fünf Personen teilnehmen dürfen, lohnt es sich niemals. Wie soll ich so Neukunden gewinnen und gleichzeitig die bestehenden bedienen?

Mein zweites Standbein sind Schiesskurse. Auch die kann ich seit dem 22. Dezember nicht mehr durchführen, weil die Schiesskeller geschlossen sind. Die Kurse sind gut gebucht, die Leute haben bereits bezahlt. Diese Einnahmen werden aber schon verbrannt sein, bevor ich die Kurse überhaupt durchführen kann.

Ich verstehe es jetzt, wenn die Leute durchdrehen. Wenn ich die ­Politiker am Radio reden höre, muss ich abschalten. Ich halte das nicht aus. Da klingt alles so gut. Die Leute aus meinem Umfeld sagen denn auch: Du bekommst doch sicher Unterstützung. Wo? Auf dem Papier vielleicht.»