Unternehmen / Konsum

Knappe Zutaten verteuern Lebensmittel zusätzlich

Ukrainekrieg | Weizen und andere Rohstoffe belasten die ohnehin angespannten Margen der Food-Produzenten noch mehr.

Die bereits teuren Zutaten für die Lebensmittelproduktion werden durch die Ukrainekrise noch teurer. Allen voran der Weizen, dessen Preis seit Jahresbeginn mehr als 20% gestiegen ist und ein neues Höchst seit 2012 erreicht hat. Das geschieht in einem Umfeld, in dem Ernteausfälle, aber auch Lieferkettenprobleme schon seit Monaten für Druck auf die Inputkosten sorgen und Nahrungsmittel verteuern.

Am grössten ist die Abhängigkeit für den Grossbäcker Aryzta. Er produziert allein in der Schweiz jährlich Hunderte Millionen Gipfeli, Zöpfe oder Brote und verarbeitet dabei Tausende Tonnen an Mehl. Der Spezialist für Tiefkühlprodukte schreibt auf Anfrage: «Wir verwenden Terminkaufverträge, um in Absprache mit den Kunden Lieferungen zu bekannten, vereinbarten Preisen zu sichern. Wo dies nicht der Fall ist, ist der Kunde nach Auslaufen eines Vertrages bzw. dessen Verlängerung den dannzumal geltenden Spotpreisen ausgesetzt.» Man bemühe sich nach Kräften, den Kunden bei der Vertragsverlängerung auf die Marktrisiken hinzuweisen.

Ukraine exportiert in den Osten

Russland und die Ukraine produzieren ein Viertel der globalen Weizenexporte, wobei in der Ukraine vor allem Weichweizen für die Brotherstellung angebaut wird. Grösste Abnehmerländer sind Ägypten, Indonesien und Bangladesch. Schon 2014, als Russland die Krim annektierte, reagierte der globale Weizenmarkt mit einem grossen Preisaufschlag (vgl. Grafik).

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