Märkte / Rohstoffe

Knappes Angebot verteuert Erdöl

Unter Mithilfe der Opec hat sich der Ölpreis vom Absturz im Herbst rasch erholt. Die Entwicklung der Nachfrage bleibt ungewiss.

Behandelt man Erdöl als separate Anlageklasse, dann war es eines der  besten Investments im laufenden Jahr. Um mehr als ein Drittel haben sich Terminkontrakte auf die Nordseeölsorte Brent in Franken aufgewertet. Rund 71 $ kostet das Fass. US-Rohöl der Sorte WTI wird zu 63.80 $ gehandelt. Damit liegen die Ölpreise wieder fast auf dem Niveau vor dem Einbruch im vergangenen Oktober.

Im Herbst kamen die Rohölnotierungen massiv unter Druck, als die USA im Zusammenhang mit den Iran-Sanktionen mehreren Staaten Ausnahmen gewährten. Länder wie China, Indien, Südkorea, aber auch Italien oder Griechenland erhielten dadurch die Möglichkeit, trotz Sanktionen iranisches Öl zu importieren. Da die anderen erdölexportierenden Staaten in Erwartung von scharfen Iran-Sanktionen ihre Produktion hochgefahren hatten, herrschte auf einmal ein Überangebot. Unterdessen haben sich die Marktteilnehmer der neuen Situation angepasst. Die diesjährige Öl-Rally sei hauptsächlich das Resultat dieses Anpassungsprozesses, sagt Norman Villamin, Private-Banking-Anlagechef von der Union Bancaire Privée (UBP), gegenüber FuW. Nun befänden sich Angebot und Nachfrage einigermassen im Gleichgewicht.

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