Märkte / Makro

Kof-Chef Sturm: «Jetzt nicht schwarzmalen»

Der Konjunkturforscher Jan-Egbert Sturm hält nichts von Abschwungsängsten. Er erwartet, dass sich der Aufschwung fortsetzt – auch dank der Politik des Bundesrats.

Die Euphorie über den kräftigen Aufschwung der internationalen Wirtschaft im ersten Halbjahr hat über den Sommer nachgelassen. Schuld daran sind anhaltende Lieferengpässe, die zahlreiche Unternehmen zwingen, die Produktion zu drosseln, ebenso wie die Ausbreitung der Covid-19-Variante Delta. Zwischenzeitlich sind daraufhin die Zinsen weltweit deutlich gesunken. Der Franken hat sich markant aufgewertet und wird von der Nationalbank über Devisenkäufe unter Kontrolle gehalten.

Professor Sturm, die Furcht vor einem Abschwung nimmt zu. Wie sehr hat sich der weltweite Konjunkturausblick verschlechtert?
Er hat sich schon etwas eingetrübt. Aber man muss vorsichtig sein und jetzt nicht schwarzmalen. Die Lage ist nicht vergleichbar mit der ersten und der zweiten Welle der Pandemie. Die Wirtschaft verliert an Geschwindigkeit, aber sie wird weiter wachsen. Es drohen keine Lockdowns wie in der Vergangenheit mehr.

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