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Kommt jetzt die nächste Rezession?

Andreas Neinhaus

Der konjunkturelle Ausblick hat sich erneut markant eingetrübt. «Die bisherige mechanische Wirtschaftserholung war in vielerlei Hinsicht einfach, nun kommt der schwierige Teil», warnt das Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics. Es bezieht sich dabei auf das Bruttoinlandprodukt (BIP) des Euroraums, das sich im dritten Quartal um solide 2,2% zum Vorquartal beschleunigt hat. Der Wachstumsschub liess sich vor allem darauf zurückzuführen, dass die Menschen deutlich mehr Geld für Konsumgüter, Restaurantbesuche etc. ausgaben, nachdem alle Staaten ihre coronabedingten Einschränkungen gelockert hatten.

Und nun kommt also der schwierige Part. Das deutsche Ifo-Institut hat diese Woche seine neue Konjunkturprognose vorgestellt. Für Deutschland erwarten die Forscher, dass das BIP im laufenden Quartal gegenüber dem dritten Quartal 0,5% schrumpft. In der anschliessenden Periode von Januar bis März werde es stagnieren. Es fehlt nur wenig, um von einer technischen Rezession zu sprechen. Dazu sind zwei Quartale in Folge mit rückläufigem BIP erforderlich.

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