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Kone fällt mit Offerte für ThyssenKrupp-Aufzüge durch

Laut Insidern bietet der finnische Aufzughersteller Kone deutlich weniger für die Liftsparte des deutschen Konzerns als die Finanzinvestoren.

(Reuters) Der finnische Aufzughersteller Kone ist einem Zeitungsbericht zufolge mit einem ersten Angebot für die Aufzugsparte von ThyssenKrupp durchgefallen. Bei einem Treffen Kones mit dem Management des Essener Industriekonzerns sei mit rund 15 Mrd. € eine Summe genannt worden, die um ein bis zwei Mrd. € unter den Offerten von Finanzinvestoren gelegen habe, berichtete das «Handelsblatt» am Donnerstag unter Berufung auf Konzern- und Finanzkreise. Kone habe aber noch die Gelegenheit, die Offerte nachzubessern. Kone erklärte, der Konzern äussere sich nicht zu Spekulationen. Es gebe nach Auffassung Kones aber Möglichkeiten für eine Konsolidierung in der Branche und Kone sei interessiert, sich daran zu beteiligen.

Kone wolle Finanzinvestoren Geschäftsteile der ThyssenKrupp-Sparte anbieten, von denen sich die Finnen im Fall einer Übernahme trennen müssten, berichtete das Blatt weiter. Im Gegenzug müssten die Finanzinvestoren aus dem Bieterrennen aussteigen. Bei dem Treffen habe Kone erklärt, dass das eigene Geschäft in Deutschland und Teile in anderen europäischen Ländern verkauft werden könnten. Damit sollten mögliche Bedenken der Kartellbehörden ausgeräumt werden.

Der kriselnde Ruhrkonzern will mindestens Teile seiner lukrativen Aufzugssparte an die Börse bringen oder verkaufen. Experten schätzen den Wert des Geschäfts auf zwölf bis 17 Mrd. €. Insider hatten in der Vergangenheit berichtet, im Rennen um das Geschäft sei neben Kone auch der japanische Aufzugshersteller Hitachi, die Finanzinvestoren Blackstone, CVC und Carlyle sowie ein Konsortium aus Advent, Cinven und der Abu Dhabi Investment Authority.

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