Märkte / Makro

Kongo – des Königs ­Kautschuk-Kolonie

In Belgien hatte König Leopold II. kaum Einfluss. Dagegen raffte er sich in Zentralafrika eine riesiges Privatreich zusammen. Der Kongo ist heute noch chaotisch. 

Wird es wirklich etwas heller im Herzen der Finsternis? In der Demokratischen Republik Kongo hat der Oppositionelle Félix Tshisekedi zwar die Wahl zum Präsidenten gewonnen – Langzeitmachthaber Joseph Kabila hat seinen Wunschkandidaten als Nachfolger nicht durchgesetzt. Doch Tshisekedi wird verdächtigt, mit dem Kleptokraten Kabila ein Arrangement getroffen zu haben.

Kongo, grösstes Land südlich der Sahara und 80 Mio. Einwohner stark, ist die wohl seltsamste Schöpfung des «Scramble for Africa», des Wettlaufs europäischer Mächte auf dem Kontinent ab etwa 1880. Das riesige Territorium gehörte nämlich von 1885 bis 1908 dem König der Belgier, Leopold II. – privat, der État indépendant du Congo, 79-mal grösser als das damalige Belgien, war des Königs persönlicher Besitz.

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