Eingeloggt Nicht eingeloggt Suche E-Mail Leseliste Aktiv auf Leseliste Drucken Uhr E-Mail Term-Tag Arrow Left Arrow Right Arrow Down Arrow Up Charts Lock Abo Circle Circle Open Six Exchange Six Exchange Facebook Twitter Linkedin Xing Googleplus Whatsapp
Märkte / Makro

Konjunktur in der Eurozone nimmt Fahrt auf

Die Wirtschaft im Währungsraum ist im ersten Quartal so schnell gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Während Italien und Frankreich mit Schwung ins Jahr gestartet sind, leidet Deutschland unter schwachen Exporten.

(Reuters) Die Konjunktur im Euroraum nimmt spürbar Fahrt auf. Die Wirtschaft in den 19 Mitgliedsländern wuchs zum Jahresanfang so kräftig wie zuletzt im Frühjahr 2013, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Januar und März um 0,4%. Von Reuters befragte Ökonomen hatten jedoch ein Plus von 0,5% erwartet.

Deutschland als grösste Volkswirtschaft der Eurozone legte mit 0,3% schwächer zu als erwartet. Die schwache Weltkonjunktur liess die deutschen Exporte bröckeln.

Stattdessen kamen Impulse von der Nummer Zwei: Frankreichs Bruttoinlandsprodukt stieg mit 0,6% überraschend kräftig und zugleich so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für den Jahresauftakt ein Wachstum von 0,4% vorausgesagt. Ende 2014 hatte es lediglich zu einer Stagnation gereicht.

Die EU-Kommission traut der nach Deutschland zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone in diesem Jahr ein Wachstum von 1,1% zu. Für die Eurozone insgesamt werden 1,5% erwartet, für Deutschland 1,9%. Frankreich leidet unter einer Rekordarbeitslosigkeit und steigenden Staatsschulden.

Auch Italiens Wirtschaft befreit sich langsam aus der langen Konjunkturflaute. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Januar und März um 0,3% zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Dies war das erste Wachstum seit Mitte 2013. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,2% gerechnet. Italien hat drei Jahre Rezession hinter sich. Für 2015 sagt die EU-Kommission Italien ein Wirtschaftswachstum von 0,6% voraus, das sich 2016 auf 1,4% beschleunigen soll.

Griechenland fällt in die Rezession zurück

Schlecht läuft hingegen die griechische Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März um 0,2% zum Vorquartal, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Am Jahresende 2014 war die Wirtschaftsleistung sogar um 0,4% gefallen. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen Ökonomen von einer Rezession. Griechenland war 2014 nach jahrelanger Krise erstmals wieder gewachsen: Das Bruttoinlandsprodukte kletterte um rund 0,8%. Der anhaltende Schuldenstreit untergräbt die wirtschaftliche Gesundung. Die EU-Kommission erwartet für dieses Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,5 statt bislang 2,5%.