Märkte / Makro

Konjunktur Grossbritanniens gerät ins Stottern

Die britische Wirtschaft ist von Januar bis März so wenig gewachsen wie seit Ende 2012 nicht. Damit bekommt die britische Regierung kurz vor der Wahl Gegenwind von der Konjunktur.

(Reuters) Die britische Regierung bekommt kurz vor der Wahl unerwarteten Gegenwind von der Konjunktur.

Die Wirtschaft wuchs zwischen Januar und März nur noch um 0,3% zum Vorquartal und damit so schwach wie seit Ende 2012 nicht mehr, wie das Statistikamt ONS am Dienstag mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Plus von 0,5% gerechnet. Ende 2014 war das Bruttoinlandsprodukt noch um 0,6% gestiegen. Während die Dienstleister zu Jahresanfang das Wachstum ankurbelten, sank die Industrieproduktion leicht um 0,1% und am Bau gab es ein Minus von 1,6%.

Zuletzt boomte die Wirtschaft so stark wie in kaum einem anderen grossen Industrieland. Davon hatte sich die konservative Regierung unter David Cameron bei der Parlamentswahl am 7. Mai Rückenwind erhofft. Allerdings betont die oppositionelle Labour-Partei, dass der Wohlstand bei vielen Arbeitern nicht ankommt.