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Konjunkturstimmung im Euroraum trübt sich erneut ein

Nachdem der Sentix-Konjunkturindikator schon im Vormonat gesunken ist, sieht es im September nicht besser aus.

(AWP) Die Konjunkturstimmung im Euroraum hat sich im September zum zweiten Mal in Folge eingetrübt. Gegenüber dem Vormonat fiel der Sentix-Konjunkturindikator um 2,6 Punkte auf 19,6 Zähler, wie das Beratungsunternehmen Sentix am Montag in Frankfurt mitteilte. Es ist der tiefste Stand sei April. Analysten hatten mit 19,7 Punkten gerechnet.

«Das Momentum der Weltwirtschaft verlangsamt sich», erklärte Sentix die Entwicklung. Nicht nur in Deutschland und der Eurozone, auch in vielen anderen Weltregionen trübte sich die Stimmung ein. Im Euroraum sei der Zenit nach einer kräftigen Corona-Erholung zunächst erreicht. Vermutlich sei aber nicht mit einer Trendwende, sondern eher mit einer Wachstumsverlangsamung zu rechnen.

Sentix befragt monatlich etwas mehr als tausend Anleger zu ihrer Einschätzung der konjunkturellen Lage und ihren Erwartungen. Der daraus abgeleitete Indikator wird an den Finanzmärkten beachtet, weil er früh im jeweiligen Berichtsmonat veröffentlicht wird und Hinweise auf andere Indikatoren wie die ZEW-Konjunkturerwartungen oder das Ifo-Geschäftsklima liefert.