Die Schweizer Privatbankenszene schrumpft. 2010 waren es noch 163 Institute, übrig geblieben sind 101 – ein Rückgang von 38%. Das zeigt die aktuelle Privatbankenstudie von KPMG und Universität St. Gallen. Die Abnahme betrifft vor allem kleine Institute. Privatbanken mit verwalteten Vermögen (Assets under Management, AuM) von höchstens 5 Mrd. Fr. gibt es nur noch 53, seit 2010 entspricht dies beinahe einer Halbierung des Bestands. Mittelgrosse Privatbanken (AuM von 5 bis 25 Mrd. Fr.) halten sich zwar etwas besser, doch auch ihre Zahl hat sich im Beobachtungszeitraum spürbar reduziert, von 37 auf 28. Nahezu stabil ist dagegen die Zahl der grossen Privatbanken (AuM über 25 Mrd. Fr.) – heute 20, im Jahr 2010 noch 21. Die Studie bezeichnet ein Drittel der Schweizer Privatbanken als leistungsschwach. Nur wenige hätten über die vergangenen Jahre stetig mehr als 5% an Nettoneugeldern generiert. Der Median des Nettoneugeldzuwachses erreichte 2018 bloss 0,2%. Die Präsenz der Schweizer Privatbanken in Wachstumsmärkten sei ungenügend, was die Gewinnung von Neukunden erschwere. Erfolgreich sind dagegen diejenigen Institute, die über 100 Mrd. Fr. AuM haben, über entsprechende Ressourcen verfügen und ein internationales Niederlassungsnetz betreiben, das auch Wachstumsmärkte bedient. Über alles gesehen: Die Konsolidierung wird sich fortsetzen.