Märkte / Makro

Konsumentenpreise im Januar leicht gesunken

Besonders die gesunkenen Preise für ambulante ärztliche Leistungen im Spital haben die Konsumentenpreise gegenüber Dezember um 0,1% abgeschwächt.

(AWP) Der Landesindex der Konsumentenpreise (CPI) hat sich im Januar 2018 im Vergleich zum Vormonat um 0,1% auf 100,7 Punkte abgeschwächt. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung damit +0,7% (Dezember +0,8%), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Die Jahresteuerung ist seit Januar 2017 wieder positiv, nachdem sie zuvor lange Zeit negativ war.

Die Werte liegen im Rahmen der Erwartungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten im Vorfeld mit einer monatlichen Veränderung von -0,2% bis 0,0% und einer Jahresteuerung von +0,7% bis +0,9% gerechnet.

Der Rückgang um 0,1% im Vergleich zum Vormonat ist laut BFS insbesondere auf die gesunkenen Preise für ambulante ärztliche Leistungen im Spital zurückzuführen. Auch die Preise für den Luftverkehr nahmen ab, ebenso wie jene für Bekleidung und Schuhe (Ausverkauf). Für Hotelübernachtungen, Heizöl und Elektrizität wurde hingegen mehr bezahlt. Die Inlandgüter wurden im Vergleich zum Vormonat um 0,1% teurer, die Importgüter um 0,9% günstiger. Die Jahresraten stehen bei +0,3% bzw. +2,0%.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), anhand dessen die hiesige Teuerung mit jener in den europäischen Ländern verglichen werden kann, nahm im Januar im Vergleich zum Vormonat um 0,5% auf 99,95 Punkte ab, Auf Jahressicht entspricht dies einer Veränderungsrate von +0,8%.

Das BFS hat ausserdem die Gewichte im Warenkorb – wie jedes Jahr – neu festgelegt, dabei aber nur leichte Änderungen im Vergleich zum Vorjahr vorgenommen. Die Gewichtung der grössten Hauptgruppe «Wohnen und Energie» etwa steht neu bei 25,416% (nach 25,235%), für die zweitgrösste Gruppe «Gesundheitspflege» bei 15,063% (15,215%) und für die drittgrösste Gruppe «Verkehr» bei 11,245% (nach 10,823%).

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