Märkte / Makro

Konsumentenstimmung in der Schweiz verschlechtert sich

Schweizer Konsumenten zeigen sich sowohl für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung als auch für den Arbeitsmarkt pessimistisch.

(AWP) Die Konsumentenstimmung in der Schweiz hat sich im Herbst leicht eingetrübt. Sowohl mit Blick auf die allgemeine Wirtschaftslage als auch für den Arbeitsmarkt haben sich die Konsumenten im Vergleich zur letzten Umfrage im Juli weniger zuversichtlich gezeigt.

Der Index zur Konsumentenstimmung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) belief sich laut Umfrage vom Oktober auf -10 Punkte nach -8,0 Punkten im Juli, wie die am Montag veröffentlichten Resultate der quartalsweise durchgeführten Befragen zeigen. Damit habe sich die Stimmung leicht verschlechtert.

Deutlicher eingetrübt haben sich die Erwartungen der Konsumenten an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung. Dieser Teilindex sank laut Seco auf -20 Punkte und liegt damit erstmals seit über drei Jahren unter dem langjährigen Mittelwert (-9 Punkte).

Aber auch in Bezug auf den Arbeitsmarkt hat sich die Stimmung abgekühlt. Der Index zur erwarteten Entwicklung der Arbeitslosigkeit liegt mit 48 Punkten nahe an seinem langjährigen Mittelwert und hat den höchsten Stand seit über zwei Jahren erreicht. Demgegenüber wird die Sicherheit der Arbeitsstellen unverändert als überdurchschnittlich gut beurteilt.

Insgesamt deuten die Ergebnisse der Umfrage gemäss Seco aber auf eine schwache Entwicklung der Konjunktur in naher Zukunft hin.

Haushaltslage leicht entspannt

Was die Budgetlage der Haushalte betrifft, so hat sich diese zuletzt leicht entspannt. Insbesondere setze sich bei der Beurteilung der finanziellen Lage in den vergangenen Monaten die positive Entwicklung fort. Da resultierte in der Umfrage ein Wert von -6 Punkten gegenüber dem Mittelwert von -11 Punkten. Und mit Blick nach vorne hätten die Erwartungen fur finanziellen Lage für die kommenden Monaten mit -3 Punkte zumindest den Mitte Jahr gesetzten Tiefpunkt hinter sich gelassen, heisst es.

Passend dazu bleibt die Neigung zu grösseren Anschaffungen mit -8 Umfragepunkte im Wesentlichen stabil. Die aktuellen Umfrageergebnisse lassen gemäss Seco – wie in den Vorquartalen – ein moderates Wachstum der privaten Konsumausgaben erwarten.