Märkte / Makro

Kopflose WTO am Scheideweg

Die Generaldirektorin der WTO stand fest. Doch die USA stellen sich einmal mehr quer. Egal, wer das Rennen macht: Auf die neue Chefin warten grosse Aufgaben.

Blockiert. Festgefahren. Handlungsunfähig. Das alles ist die Welthandelsorganisation (WTO): Blockiert ist die Wahl der neuen Generaldirektorin, festgefahren sind die Verhandlungen zur globalen Handelsharmonisierung und handlungsunfähig ist das wichtigste Organ der WTO, das Schiedsgericht. 

Seit der Brasilianer Roberto Azevêdo Ende August sein Amt als Generaldirektor niederlegte – ein Jahr früher als geplant – ist die WTO führungslos. Denn die Mitgliedstaaten konnten sich nicht einigen, welcher der vier ständigen Stellvertreter die Führung ad interim übernehmen soll. Und auch die Ernennung der endgültigen Nachfolge verzögert sich nun. Dabei schien vergangene Woche ein Konsens erreicht: Ngozi Okonjo-Iweala geniesse die Unterstützung von Mitgliedstaaten aus allen geografischen Regionen dieser Welt und sei die mehrheitsfähigste Kandidatin, teilte das Selektionskomitee der WTO vergangenen Mittwoch mit. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?