Märkte / Makro

Koreas Sorgen um die Chips

Die Exporte Südkoreas brechen ein. Zyklisch könnte sich der Halbleitersektor nun erholen, doch es drohen strukturelle Risiken.

Ein neuer Monat, eine neue Hiobsbotschaft. Die Exporte Südkoreas sind im Oktober gegenüber dem Vorjahr um knapp 20% eingebrochen. Und für die wichtige Halbleiterindustrie ging es gar über 30% bergab.  Die Chips machten 2018 fast ein Fünftel der Ausfuhren aus.

Südkoreas Wirtschaft gilt als besonders sensibel gegenüber dem Welthandel, die Ausfuhrzahlen des Landes dienen als Frühindikator für die globale Konjunktur. Nicht nur die Wirtschaft, auch die Börse ist stark abhängig von den Halbleitern. Die Chipausfuhren sind aber nur teilweise konjunkturell bedingt.

«Angesichts des beispiellosen Aufschwungs bis 2018 ist es sehr natürlich, dass der jetzige Abschwung stärker als zuvor ausfällt», kommentiert Kim Suksan, Sales-Manager beim Chiphersteller SK Hynix, auf Anfrage. Denn die Massenproduktion der Speicherbausteine, die den Hauptteil der Chipexporte ausmachen, unterliege einem Investitionszyklus. Südkorea produziert knapp zwei Drittel aller Speicherbausteine weltweit. Das Geschäft wächst – gemessen am Absatzvolumen – auch weiterhin extrem schnell.

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