Für einen Weinliebhaber ist eines der ärgerlichsten Dinge eine schöne Flasche Wein zu öffnen und mit grossem Schreck feststellen, dass der Wein Zapfen hat.

Nun stellt sich die Frage, was genau der Grund ist, dass gewisse Weine Zapfen haben und andere nicht. Auch bei den teuersten Weinen mit hochwertigeren Korken kann das passieren.

Der chemische Stoff Trichloranisol (TCA) ist die Hauptursache für Korkgeschmack beim Wein. Nachgewiesen wurde der Stoff erstmals 1981 an der Weinbauschule Wädenswil.

Dieser entsteht zu 90-95 %, wenn man Chlorverbindungen bei der Korkherstellung einsetzt, z.B. um diesen zu bleichen. Diese Verbindungen können sich unter Einfluss von gewissen Mikroorganismen zu Trichloranisol verändern.

Ein weiterer, nicht so verbreiteter Grund des Korkgeschmackes erzeugt der Weinkeller. Zeitweise wurde für Kellerbauten ein mit Chlor behandeltes Holz verwendet, damit es gegen Termiten wirkt. Dies ist sehr heimtückisch, da man nichts von dem Chlor schmeckt.

Während der Fasslagerung wurde nichts von diesem Korkgeschmack bemerkt, jedoch nach Abfüllung in die Flasche, hat sich dieser dann teilweise entfaltet.

Eine andere Ursache, weshalb man neue Weinkeller bauen musste war, dass einige Isolationsstoffe Chlorkomponenten enthielten.

Ich kenne einige Winzer, die der Verzweiflung nahe waren. Sie arbeiteten sehr gründlich und verwendeten hochwertige Zapfen. Die Problematik um den Kellerbau wurde nicht publiziert und somit musste man lange recherchieren, bis man herausgefunden hatte, dass sich in der Luft der Keller Chlorverbindungen zu Trichloranisol entwickelten.

Ebenfalls davon betroffen waren bekannte Winzer wie z. B. Château Figeac, Château Canon, Château Ducrû-Beaucaillou, …

Zusammenfassend gibt es zwei Hauptgründe, die einen Korkgeschmack im Wein verursachen:

Entweder liegt es am Kork selbst oder am Keller, in dem die Weinfässer lagerten.

Meiner Meinung nach, kann man mit einem Korkwein immer noch hervorragend kochen, egal ob man ein Risotto ablöschen oder eine Bolognese einkochen möchte.

In unserer Weinhandlung kann man aber selbstverständlich die Zapfenweine zurückgeben.

Philipp Schwander empfiehlt

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