Zum Thema: Die Angst vor den Hackern wächst

Kostspielige Cyber-Sicherheit

Wie IT-Dienstleistungen im Allgemeinen strebt auch der Security-Markt immer mehr in Richtung Auslagerung. Die Abwicklung des Sicherheitsmanagements kann mittlerweile als Ganzes an externe Dienstleister übertragen werden. Für Unternehmen gehören die Kosten für IT-Sicherheitsmassnahmen neben Ausgaben für den allgemeinen IT-­Betrieb und Cloud-Projekte zu den bedeutendsten Posten in den IT-Budgets.

Dabei fallen nicht nur Technologie-Kosten für Netzwerk-, Endpunkt-, Daten- oder E-Mail-Sicherheit an, wie etwa für Firewalls oder Backups, sondern immer mehr auch Kosten für die Beratung. Prävention, Audits, Governance, Überwachung und Zertifizierungen (z. B. ISO 27001) gelten als wichtige Elemente eines ganzheitlichen Abwehrdispositivs gegen Cyberkriminalität.

Der Schweizer Security-Markt ist stark fragmentiert. Grosse IT-Dienstleister wie IBM (IBM 151.18 0.21%), T-Systems, CSC, Atos oder HPE bieten auch Sicherheitsberatung an, bedienen aber eher Grosskonzerne mit internationaler Ausrichtung. Im Inlandmarkt spielen bei kleineren und mittleren Unternehmen lokale Dienstleister wie Infoguard, Open Systems, Secunet, Swisscom (SCMN 574.4 -0.21%) oder United Security Providers eine wichtige Rolle.

Die Dienstleister ihrerseits greifen für ihre Lösungen auf Sicherheitstechnologien Dritter zurück. Hoch im Kurs stehen zum Beispiel Schutztechnologien von Checkpoint, Fortinet (FTNT 118 -1.01%), Palo Alto Networks (PANW 249 0.12%) oder Sophos. Auch Versicherungen wie die Zurich wollen sich ein Stück des Cybersecurity-Kuchens sichern. Sie bieten Produkte zur Absicherung gegen Schäden aus Cyberkriminalität an.