Unternehmen / Ausland

Kotierte Bubenträume

Ferraris und Aston Martins gibt es auch günstiger als beim Händler – an der Börse als Aktie.

So verschieden wie die beiden Hauptfiguren der legendären TV-Serie «Die 2» (im Original «The Persuaders!»), so unterschiedlich sind auch ihre Fahrzeuge. Ihre hochwohlgeborene Lordschaft Brett Sinclair (Roger Moore), distinguiert, gebildet, Sports- und Lebemann, fährt einen Aston Martin DBS, ockerfarben – es sind die frühen Siebzigerjahre. Danny Wilde (Tony Curtis) dagegen, der Bronx entkommener Selfmademan, extrovertiert, temperamentvoll, Charmeur und Draufgänger, bewegt ein Gefährt aus dem Hause Ferrari: einen roten Dino 246 GT.

Aston Martin und Ferrari. Noch heute pflegen die zwei edlen Sportwagenbauer ihren eigenen Charakter, mehr gentlemanlike hier, schärfer geschliffen dort. Noch heute kämpfen sie damit um den Zuspruch vermögender Privatpersonen. 7,5% hat sich deren Zahl gemäss dem World Wealth Report 2018 von Capgemini im Schnitt der Jahre 2010 und 2017 erhöht, und viele von ihnen mögen Luxusautos: Die Ausgaben für solche wuchsen im selben Zeitraum nach Bain & Company mehr als die für Luxusgüter insgesamt. Seit Kurzem stehen die zwei Unternehmen noch andernorts im Wettbewerb: an der Börse. Ferrari ist seit Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft kotiert, Aston Martin Lagonda seit Oktober 2018.

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