Unternehmen / Finanz

Kotierte Hedge Funds sind ineinander verwickelt

Mit Alpine Select und Castle Alternative befinden sich zwei Winzlinge in einer wachsenden Branche auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit.

Auf 3,6 Bio. $ geschätzt wird weltweit das Anlagevolumen von Hedge Funds. Diese Fonds verlangen von den Anlagekunden grosse Freiheiten, um mit deren Geld an den Finanzmärkten zu spekulieren oder ohne wesentliche Restriktionen intensiv zu handeln.

Zwei Winzlinge der Branche sind die an der Schweizer Börse kotierten Beteiligungsgesellschaften Alpine Select und Castle Alternative Invest. Sie kommen auf lediglich 125 bzw. 66 Mio. Fr. Börsenwert. Beide wollen sich mit Wertarbitrage und der selektiven Nutzung spezieller Anlagesituationen profilieren.

Arbitrage in eigenen Aktien

Die zwei kotierten Anlagegesellschaften sind jedoch seit Jahren mit geringer Publikumsnachfrage konfrontiert, weshalb die Aktien unter ihrem Wertanteil notieren oder gefährdet sind, in diese Situation zu geraten. Diese Arbitragemöglichkeit nutzen beide für den Rückkauf eigener Titel. So haben sie in mehreren Schritten das Fondsvolumen und das Kapital bereits herabgesetzt. Alpine Select ist derzeit daran, bis 2022 weitere 10% der eigenen Aktien vom Markt zu kaufen. So werde die Grösse der Gesellschaft der tatsächlichen Nachfrage angepasst, begründet Geschäftsführerin Claudia Habermacher: «Seit 2003 handelt der Alpine-Kurs deshalb stets nahe am inneren Wert». Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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