Unternehmen / Ausland

Krise befeuert digitalen Bond-Handel

Unternehmensobligationen werden mehr denn je online gehandelt. Zu den Nutzniessern gehören Plattformanbieter wie MarketAxess.

Bei Rick McVey liefen in den vergangenen Wochen sämtliche Drähte heiss. Der CEO und Gründer der amerikanischen Anleihenhandelsplattform MarketAxess war während der Pandemie oftmals einer der wenigen Player im Markt, die einen funktionierenden Handel im Bereich der Unternehmens­anleihen garantieren konnten. Allein im Bereich von US-Investment-Grade-Anleihen stieg das über die Plattform gehandelte Volumen 45%  während der Krise bis Ende Juni im Vergleich zum Vorkrisen-Niveau von Ende Februar. 

Das ist insofern bemerkenswert, weil Obligationen die einzige grosse Asset-Klasse stellen, die auch noch heute weitgehend telefonisch gekauft und verkauft wird. Das sieht wie folgt aus: Wer eine ­Obligation verkaufen will, ruft mehrere Händler an und erkundigt sich nach ­Angebotspreisen. Wer den besten Kurs zu zahlen bereit ist, erhält den Deal. Erst ein verhältnismässig kleiner Anteil wird heute ähnlich wie Aktien über elektronische Plattformen gehandelt. Neben MarketAxess sind auch weitere Anbieter wie zum Beispiel Bloomberg, Tradeweb oder Liquidnet aktiv.

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