Märkte / Makro

Kritik am Führungsstil von Fed-Chef Powell

Jerome Powells Amtszeit endet Anfang Februar. US-Präsident Biden zögert, ihn für ein zweites Mandat an der Spitze der amerikanischen Notenbank vorzuschlagen.

Die Amtszeit des Chefs der amerikanischen Notenbank, Jerome Powell, läuft im Februar nächsten Jahres aus. Lange galt es als ausgemacht, dass Präsident Biden ihn für weitere vier Jahre vorschlagen wird und der Senat ihn durchwinkt. Nun baut sich eine Opposition primär aus Anhängern der Demokratischen Partei auf, die sich gegen Powell ausspricht.

Noch stellt sie eine Minderheit dar. Aber sie macht die Personalie auf Bidens Schreibtisch politisch heikel und viel komplizierter als gedacht. Muss Fed-Chef Powell am Ende um seinen Chefsessel bangen?

Kritik an der Deregulierung

Wortführerin der Kritiker ist Elizabeth Warren. Es geht nicht um die Geldpolitik und darum, ob die Zinsen zu niedrig oder nicht niedrig genug gehalten werden. Sondern die Senatorin der Demokratischen Partei wirft Powell vor, die Bankenaufsicht vernachlässigt zu haben. Wallstreet sei während seiner Amtszeit immer stärker dereguliert worden. Vor allem die Grossbanken könnten ihre Interessen ungehindert durchsetzen. Sie warnt vor den finanziellen Risiken, die inzwischen von der Branche ausgingen. Die US-Wirtschaft habe das Nachsehen. Jerome Powell sei wegen seiner Laissez-faire-Politik eine Gefahr. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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