Unternehmen / Schweiz

Kudelski wächst, überzeugt aber nicht

Analyse | Der Westschweizer Multimedia- und Verschlüsselungsspezialist verspricht Wachstum. Wo es genau herkommen soll, bleibt unklar.

Zweifellos, die Geschäftsfelder, in denen das Westschweizer Technologie-Unternehmen tätig ist, sind zukunftsträchtig: Digitales Fernsehen, Onlinevideo und Cybersicherheit sind mehr als ein Trend. Doch das Wachstumspotenzial von Kudelskis Technologien in diesen Bereichen einzuschätzen, fällt schwer. Auch der Börse. Erst nach der Ankündigung verschiedener Lizenzabkommen mit grossen Namen aus Film- und Informationsindustrie – Netflix, Google, Walt Disney und Bloomberg – setzte sich Kudelskis Aktienkurs in Bewegung. Seit Anfang Jahr wurden die Valoren ein Fünftel wertvoller, nach jahrelanger Durststrecke.

Der Abschluss dieser Lizenzabkommen fiel in das erste Semester. Dank erstarktem US-Dollar konnten die Westschweizer ein solides Ergebnis vorlegen. Trotz hoher Vergleichsbasis – im Vorjahr profitierte Kudelski von Erträgen aus einem Lizenzvertrag mit Cisco – konnte der Umsatz um 6% zulegen, zu konstanten Wechselkursen gar um 10%. Das Betriebsergebnis wuchs ebenfalls um ein Zehntel. Auf Grund eines schlechten Finanzergebnisses und Steuereffekten erhöhte sich der Gewinn aber kaum. Ausser beim enttäuschenden Gewinn wurden die Erwartungen gemäss AWP-Konsens erfüllt.

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