Unternehmen / Schweiz

Kudelski schlittert in die Krise

Analyse | Umsatz und Gewinn brechen weg, nicht nur wegen Covid-19. Ein Turnaround ist nicht in Sicht. Die Aktien tauchen.

Der Sicherheitsspezialist Kudelski war jahrelang mit seiner Transformation beschäftigt, nun schlittert er in die Krise. Von den Covid-19-Lockdowns beschleunigt, hat sich die finanzielle Situation der Westschweizer im ersten Semester drastisch verschlechtert: Der Umsatz ist ein Fünftel auf 320 Mio. $ geschrumpft. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 27 Mio. $, nach 20 Mio. $ im Vorjahr. Alle drei Geschäftsbereiche verloren massiv Umsatz. Nur im klassischen Digital-TV-Geschäft konnte Kudelski operativ etwas Geld verdienen.

Der Konzern unterbot damit durchs Band die Markterwartungen, die Aktien verloren am Donnerstagmorgen zeitweise 12%, nachdem sie seit Jahresanfang schon rund 40% eingebüsst hatten. André Kudelski, VR-Präsident und CEO in Personalunion, stellt zwar für das zweite Halbjahr in allen drei Bereichen – Digital TV, Kudelski Security und Public Access – einen höheren Umsatz und bei Digital TV auch einen verbesserten operativen Gewinn in Aussicht. Das Profitabilitätsziel muss er dennoch auf 45 bis 55 Mio. $ (Ebitda) reduzieren. Zuvor peilte er 70 bis 90 Mio. $ an. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?