Der Versicherer Axa liefert bald digital Bancassurance-Produkte für die CSX-App der Grossbank Credit Suisse. Der Rückversicherer Swiss Re bedient mit einer skalierbaren Versicherungsplattform im Hintergrund neu Kunden des Möbelhauses IKEA und der Bank UBS. Und die Mobiliar verdrängt per Januar die Konkurrentin Helvetia aus der Vertriebskooperation mit der Bankgruppe Raiffeisen. So wird auf allen Kanälen um zusätzliche Kundenkontakte gebuhlt. Denn die Perspektiven für die Versicherungsbranche sind düster.

Die Ratingagentur Moody’s ist sogar negativ für den Sektor gestimmt. Die Pandemie, die den Branchenunternehmen dieses Jahr grosse Sonderzahlungen abverlangt, hemme vermutlich 2021 die wirtschaftliche Aktivität und folglich auch die Versicherungsnachfrage von Firmen und Privathaushalten. Und weil viele Notenbanken zur Ankurbelung von Konsum und Investitionen die Renditen an den Kapitalmärkten extrem ­manipulieren, seien sie für Anleger nicht mehr risikoadäquat. Damit erodieren die Erträge, die Versicherungsunternehmen erzielen, indem sie Prämieneinnahmen bis zur Fälligkeit von Verpflichtungen investieren.  Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?