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Lael Brainard: Einsame Stimme der Demokraten im Fed

Parteipolitik hat in einer Notenbank eigentlich nichts zu suchen, aber in der Post-Trump-Ära ist das anders. Präsident Biden denkt über eine neue Chefin für das US-Federal Reserve nach.

 

Sollte Lael Brainard tatsächlich zur Nachfolgerin von Jerome Powell ernannt werden, wäre sie die erste in Deutschland geborene Chefin der US-Notenbank. Brainard kam 1962 in Hamburg zur Welt. Ihre Eltern sind Amerikaner, lebten zu jener Zeit jedoch im Ausland. Der Vater war Attaché an den US-Botschaften in Warschau und Bonn. Seine Karriere beendete er im Generalkonsulat in Zürich.

Lael wächst mit ihren beiden Schwestern in Europa auf. Sie zieht erst in die USA, um die High School zu besuchen. 1979 macht sie dort ihren Abschluss. Es folgen ein interdisziplinäres Studium am Wesleyan College in Connecticut, das sie mit Auszeichnung beendet, und ein Doktorat in Ökonomie an der nicht weniger renommierten Harvard-Universität. Einer ihrer Doktorväter ist der spätere Nobelpreisträger Paul Krugman. Von 1990 bis 1996 lehrt sie als Professorin am MIT.

Karriere unter den Demokraten

Frauen im Lehrkörper seien damals die Ausnahme gewesen, erzählt Brainard vierzig Jahre später in einem Interview. Zu den wenigen habe Susan Collins gezählt, die heutige Senatorin für den Staat Maine. Mit ihr habe sie damals zusammengearbeitet und pflege seither einen engen Kontakt. Collins gehört den Republikanern an. Brainard zieht es politisch dagegen in die entgegengesetzte Richtung, zu den Demokraten.

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