Unternehmen / Industrie

LafargeHolcim kippt Prognose

Analyse | Die Coronakrise trifft auch den Zementkonzern: Die Guidance wird gestrichen und ein Kostensenkungsprogramm eingeführt. Die Dividende ist davon nicht betroffen.

Genau einen Monat ist es her, dass LafargeHolcim an der Bilanzmedienkonferenz die Prognose für 2020 ausgegeben hat: Ein Wachstum um 3 bis 5% wurde angepeilt, zudem ein um mindestens 7% höheres wiederkehrendes Betriebsergebnis (Ebit). Das Coronavirus war schon damals ein Thema, jedoch noch primär in Bezug auf China. Von der Ausbreitung ausserhalb Asiens spüre LafargeHolcim bislang keine Implikationen, sagte CEO Jan Jenisch damals. Man habe sich daher entschieden, an der Guidance festzuhalten.

Das hat sich drastisch verändert: In den vergangenen Tagen hat eine ganze Reihe von Ländern beschlossen, Baustellen zu schliessen, so etwa Gross­britannien, Frankreich, Indien, Kolumbien und Ecuador. Man erlebe Störungen des Betriebs in verschiedenen Ländern, teilte LafargeHolcim am Freitag mit. Der Konzern rechnet mit einem erheblichen Volumenrückgang im April und im Mai. Nachdem die Nachfrage im ersten Quartal des laufenden Jahres insgesamt solide gewesen sei, werde das zweite Quartal durch die Coronakrise «signifikant negativ beeinflusst».

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