Unternehmen / Konsum

Lalique mit Gewinnwarnung

Das Luxusgüterunternehmen hat seine Jahresprognose deutlich nach unten korrigiert.

(AWP) Das Luxusgüterunternehmen Lalique (LLQ 25.4 1.6%) hat seine Jahresprognose für den Umsatz präzisiert und rechnet mit einer deutlich tieferen Marge. Beim Betriebserlös wird mit einer Steigerung von rund 3% auf rund 140 Mio. € gerechnet. In Lokalwährungen wird ein Plus von 1 % erwartet, wie es in einer Mitteilung vom Montagabend hiess.

Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im September hatte die Gruppe ein Wachstum in Lokalwährungen im «niedrigen einstelligen Prozentbereich» sowie eine Ebit-Marge «leicht unter dem Vorjahr» (VJ 4,5%) in Aussicht gestellt. Der geschätzte Ebit wird nun zwischen 0,3 bis 1,5 Mio. € erwartet. Die Ebit-Marge würde sich damit im Bereich von 0,6 % bewegen.

Während im bisherigen Jahresverlauf die Umsätze in den Segmenten Ultrasun, Grès, Jaguar und andere Marken wie auch im Lalique-Kristallgeschäft erwartungsgemäss weiter zugenommen hätten, rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr mit einem deutlichen Rückgang der margenstärkeren Umsätze bei Lalique Parfums im Mittleren Osten, hiess es in dem Communiqué weiter.

Die schwierigen Markt- und Betriebsbedingungen im Mittleren Osten, einschliesslich des Iran-Embargos, hätten die Umsätze bereits im ersten Halbjahr belastet. Diese Situation habe sich im bisherigen Verlauf des zweiten Halbjahres verschärft und würden die Profitabilität entsprechend beeinträchtigen.

Als weitere Faktoren nennt Lalique die geplanten weiteren Aufwendungen für den Geschäftsausbau in Japan, China und den USA, den operativen Verlust von «The Glenturret», sowie die makroökonomische Unsicherheiten und die politischen Unruhen in Hongkong, die zunehmend die Geschäftsentwicklung belasten würden.

Der zuvor kommunizierte Abschluss eines Vertrags über eine zusätzliche Parfüm-Lizenz werde weiter im zweiten Halbjahr erwartet, so das Unternehmen.