Unternehmen / Konsum

Lalique schreibt tiefrote Zahlen

Die Coronakrise und ein Abschreiber belasten die Halbjahreszahlen des Luxusgüterunternehmens. Das Marktumfeld hat sich nun etwas verbessert.

(AWP) Das Luxusgüterunternehmen Lalique (LLQ 29 0%) hat im ersten Halbjahr unter den Folgen der Coronapandemie stark gelitten. Der Umsatz brach ein und auf der Ergebnisseite schreibt Lalique auch wegen eines Abschreibers grosse Verluste.

Der Umsatz sank im ersten Semester 30% auf 49,1 Mio. €, wie die Gruppe am Mittwoch mitteilte. Lalique sei noch gut in das Jahr gestartet, ehe die Coronakrise und die Lockdown-Massnahmen zunächst das Geschäft in China und später die weltweiten Aktivitäten teilweise praktisch zum Erliegen brachten. Allein im Monat April verzeichnete Lalique einen Umsatzrückgang um zwei Drittel.

Die Umsatzeinbussen belastete die Ergebnisseite schwer. Zudem sei auf die Kristallmarke Lalique ein Abschreiber von 4,3 Mio. € vollzogen worden, heisst es. Auf der anderen Seite habe man immerhin die Personalkosten um 18% auf 14,1 Mio. € und weitere operative Aufwendungen wie etwa im Marketing um 36% auf 10,0 Mio. € senken können.

Dennoch fiel das Betriebsergebnis (Ebit) mit 10,0 Mio. € negativ aus, nachdem im Vorjahr noch ein kleines Plus von 0,5 Mio. € erzielt worden war. Und unter dem Strich resultierte ein Verlust von 10,6 Mio. € nach ebenfalls einem negativen Ergebnis von 2,8 Mio. € im letzten Jahr.

Einbussen im Parfum-Verkauf

Das grösste Segment Lalique, in dem das Kristallgeschäft, Parfums und Hotels enthalten sind, verzeichnete einen Umsatzrückgang von rund einem Fünftel auf 24,6 Mio. €, wobei besonders die Lage in den USA und Grossbritannien herausfordernd gewesen sei. Dabei sei beispielsweise der Umsatz mit Parfumprodukten um die Hälfte eingebrochen. Und der Ebit kam mit dem Abschreiber auf -10,7 Mio. € zu liegen.

Der Umsatz von Ultrasun nahm um ein Viertel auf 12,5 Mio. € ab, die Sparte erzielte aber einen Betriebsgewinn von 2 Mio. € (VJ +3,9 Mio. €). Und die Parfummarke Jaguar machte mit 6,3 Mio. € 40% weniger Umsatz und weist nur noch einen kleinen Ebit von 0,2 Mio. € (+1,8 Mio. €) aus.

Seit Mitte Mai habe sich das Marktumfeld für Lalique verbessert, heisst es weiter. Allerdings bleibe es nach wie vor von den Herausforderungen rund um die Coronapandemie und dem konjunkturellen Abschwung geprägt. Der Umsatz werde aber in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zur ersten weniger stark abnehmen, und für das kommende Jahr rechnet Lalique mit einer Gegenbewegungen und einem zweistelligen Wachstum. Auf die Ausgabe von Mittelfristzielen wird bei Lalique weiterhin verzichtet.

Die komplette Historie zu Lalique finden Sie hier.»

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