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Leclanché ergreift die Flucht nach vorn

Analyse | Der Batteriehersteller ändert wieder die Strategie. Der Vertrag mit der Geldgeberin Eneris wird ausgesetzt.

Der Hersteller von Energiespeicherlösungen wagt schon wieder eine neue Strategie. Noch im Juni ging Leclanché mit Eneris aus Polen eine Partnerschaft ein. Leclanché hoffte so insgesamt 95 Mio. Fr. zu erhalten, in Form von Betriebsmittelkrediten und in die Erweiterung der Kapazitäten. Doch nun zieht sich Eneris aus dieser Vereinbarung zurück. «Das Darlehensinstrument, das zu einem bestimmten Zeitpunkt des Lockdowns gewählt wurde, hat sich nicht als angemessen erwiesen», sagt Eneris-Präsident Artur Dela. Am Joint Venture hält er aber fest.

In die finanzielle Lücke springt der Hauptaktionär und schiesst zur Überbrückung einen Kredit von 34 Mio. Fr. ein, um die Reorganisation zu finanzieren. Leclanché stellt sich nämlich neu auf. Bereits im vierten Quartal soll sie in zwei Geschäftseinheiten aufgeteilt werden: In «eTransport Solutions» und in «Stationary Storage Solutions». Die Transportsparte fokussiert sich auf die Elektrifizierung von Flottenfahrzeugen und Schiffen. Die Lagersparte auf  die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz und auf Ökostromanlagen. Das Geschäft mit spezialisierten Batteriesystemen soll verkauft oder in ein Joint Venture eingebracht werden.

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