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Leerverkäufer stocken bei Aryzta massiv auf

Neben dem Backwarenhersteller sind auch Schmolz + Bickenbach in den Fokus der Leerverkäufer gerückt. Komax führt die Liste weiter an.

Im Oktober waren wie im Vormonat Komax (KOMN 181 -4.08%) und Basilea (BSLN 42.4 -4.46%) die am meisten leerverkauften Schweizer Aktien. Unter den sechs Favoriten der Short Seller finden sich dieselben Titel wie im Vormonat und das in derselben Reihenfolge. Neu unter den Top 10 tauchen der Spezialstahlanbieter Schmolz + Bickenbach (STLN 0.1838 -1.61%) auf – er hat eine Kapitalerhöhung angekündigt.  Auch neu dabei ist der Backwarenspezialist Aryzta (ARYN 0.8064 -5.2%). Bei diesem nahmen die leerverkauften Positionen um satte 40% zu. Die Aktien von Idorsia (IDIA 25.22 -7.01%) und Kudelski (KUD 4.43 -4.32%) sind im Vergleich zu Ende September aus der Rangliste verschwunden. Das geht aus der monatlichen Auswertung des Informationsdienstes IHS Markit hervor.

Unter den bisherigen Top 10 haben die Leerverkäufer bei Sika (SIKA 171.15 -4.6%) mit einem Zuwachs von 10,6% am meisten zugelangt. Neu erreichen sie einen Anteil von 8,9% leerverkaufter Titel an der Gesamtzahl aller ausstehender Sika-Aktien. Die Wette auf fallende Kurse ist auf Arbitragegeschäfte zuzurückzuführen, die mit der 2025er-Wandelanleihe zusammenhängen.


Ebenso erhöht wurden die Anteile der Leerverkäufe beim Kabelverarbeiter Komax, dessen Aktienkurs in Oktober bei  210 Fr. stagnierte. Beim Biotechspezialisten Basilea sind Leerverkäufe immer noch beliebt, was auch im Oktober ein gutes Geschäft war: Der Aktienkurs ist 7% gefallen. Auch beim Solartechnologieunternehmen Meyer Burger (MBTN 0.287 -5.65%) ist eine Zunahme der Short-Positionen zu verzeichnen. Das Unternehmen führt heute eine ausser­ordentliche Generalversammlung durch. Die Aktionäre entscheiden über die Wahl eines Verwaltungsratsmitglieds, das die Aktionärsgruppe Sentis vertreten soll.

Auch beim Automobilzulieferer Autoneum (AUTN 94.85 -4.34%) wurden die Leerverkaufspositionen aufgestockt. Das Winterthurer Unternehmen hat im Oktober eine Gewinnwarnung wegen anhaltender Probleme in den USA publiziert. Diese Woche hat zugleich der Finanzchef den Konzern per sofort verlassen. Zuvor war CEO Martin Hirzel gegangen.

Bei U-Blox (UBXN 73.85 -5.14%), Implenia (IMPN 47.74 -6.02%) und Sensirion (SENS 36.35 -4.47%) sind dagegen weniger Investoren Short-Positionen eingegangen. Der Halbleiter-spezialist U-Blox sah in den letzten dreissig Tagen einen Kursanstieg seiner Valoren von knapp 10%. Auch das Bauunternehmen Implenia verzeichnete im selben ­Monat einen leichten Zuwachs. Die Valoren von Sensirion hingegen haben sich in der Beobachtungsperiode etwas abge­wertet, nachdem sie in den Vormonaten avanciert hatten.

Leser-Kommentare

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Tobias Schait 31.10.2019 - 16:58
Wenn ich den ehrlichen und überzeugenden Aktionärsbrief von VR Präsident McGann lese und das hartnäckige 3 Jahresprogramm Renew mitverfolge, würde ich nicht gegen Aryzta wetten. Der Umsatzrückgang in den U.S. wurde als Schwäche interpretiert. Dabei wurde nicht profitabler Umsatz abgestossen und die Produktepalette und die Beziehung zu Core-Kunden gestärkt. Die Leerverkäufer wetten auf eine Katastrophe bei Aryzta. Aber es gibt… Weiterlesen »