Unternehmen / Schweiz

Der Insiderhandel blüht

Die Gangart gegen Anleger, die vertrauliches Wissen zu ihrem Vorteil nutzen, ist härter geworden. Doch auch heute werden nur die Wenigsten belangt.

Ein Kavaliersdelikt ist Insiderhandel längst nicht mehr. Zwei prominente Fälle haben das dieses Jahr gezeigt. Der «Sanierer der Nation», Hans Ziegler, und der Chefrevisor der Prüfgesellschaft KPMG, Daniel Senn, beschäftigen die ­Justiz. Doch Insiderhandel ist damit längst kein Thema von gestern. Immer noch werden erschreckend wenig Fälle entdeckt, verfolgt und zur Verurteilung gebracht. Das hat mehrere Gründe, und sie beginnen bei der vordersten Kontrollinstanz.

Die Börsenbetreiberin SIX hat eine Aufsichtsabteilung, die den Handel und die Kotierungsreglemente überwacht und gegen Emittenten und Händler bei Verstössen Sanktionen beantragen oder verhängen kann. Ihr Name: SIX Exchange Regulation (SER). Um diesen Wachhund macht die SIX ein grosses Geheimnis. «Fallzahlen werden nicht publiziert», sagt ein Sprecher der Börsenbetreiberin auf Anfrage. «SER darf über Ergebnisse von Analysen oder Untersuchungen keine Auskunft erteilen.»

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Leser-Kommentare

Reinhard Müller 08.09.2018 - 09:03
Zum Thema Insiderhandel: Was ich noch bedenklicher finde ist, dass eine Grossbank einen börsenkotierten Titel (Ublox) herunterstuft, der Titel aufgrund dieser Empfehlung dann innert weniger Tage tatsächlich 15 % verliert, und die Anlagefonds derselben Grossbank kurz darauf eine 2 malige Aufstockung dieser Aktie in ihren Fonds bekanntgibt. Dies alles ungestraft, da ja die Fonds unabhängig von der Bank seien…!! Ein… Weiterlesen »