Unternehmen / Industrie

Lem verliert an Schwung

Analyse | Das Wachstum des Komponentenherstellers hat sich im zweiten Semester verlangsamt, der Trend wird anhalten.

Im ersten vom neuen Unternehmenschef Frank Rehfeld verantworteten Semesterabschluss muss Lem eine Wachstumsverlangsamung rapportieren. Diese gründet nicht auf hausgemachten Problemen, sondern auf Marktentwicklungen.

Der Umsatz des Herstellers von ­Komponenten zur Messung elektrischer Parameter wuchs im ersten Semester des ­Geschäftsjahrs 2018/19 (per Ende März) 11% auf 169 Mio. Fr. Im zweiten Quartal betrug das Wachstum lediglich 6,1%. Im ganzen Geschäftsjahr 2017/18 hatte der Verkaufserlös noch 13,9% zugenommen. In lokalen Währungen dehnte er sich im ersten Semester 8% aus.

Starkes Automobilgeschäft

Dabei haben sich die zwei Segmente sehr unterschiedlich entwickelt. Das Industriesegment, das 78% zum Umsatz beisteuert, erreichte in Lokalwährungen ein Wachstum von nur 3,3%. Die Abschwächung war wesentlich auf das Geschäft im Bereich der erneuerbaren Energien zurückzuführen. China hat die Subventionen in diesen Markt reduziert. Dies offenbart das kaum kalkulierbare, politische Risiko von Lem: Das Unternehmen setzt stark auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.