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Auch Leonteq spürt die Coronakrise

Analyse | Durch die Marktverwerfungen kam die Absicherungssytematik des Derivatspezialisten an ihre Grenzen. Im ersten Halbjahr droht eine schwarze Null.

Da schien Leonteq schon auf dem Weg zurück zu alter Stärke. Nach den guten Zahlen für 2019, der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung und dem vielversprechenden Ausblick nahm die Aktie Mitte Februar Fahrt auf. Sie gewann auf Jahressicht rund 45%. Als die Coronakrise in die Märkte einschlug, verloren zwar auch Leonteq. Doch bei weitem nicht so stark wie andere Finanztitel, und auf Jahressicht stand immer noch ein Plus. Das ist jetzt verpufft, am Donnerstag verloren die Valoren zeitweise fast 18%.

Auch der Derivatspezialist spürt die Krise. Normalerweise profitiert er von Unsicherheit an den Märkten und hoher Volatilität. Dann steigt die Nachfrage nach strukturierten Produkten zur Stabilisierung von Portfolios. So nimmt der Kommissionsertrag Leonteqs zu. Gleichzeitig steigt der Handelsertrag des Derivatspezialisten, der für seine strukturierten Produkte stets Absicherungsgeschäfte macht. Nimmt die Volatilität zu und taucht der Markt, klingelt so bei Leonteq die Kasse. Diese Rechnung ging im Januar und Februar wohl auch noch wie üblich auf.

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