Unternehmen / Finanz

Leonteq enttäuscht

Analyse | Hohe Kosten und ein Ertragseinbruch im März sorgen für Verunsicherung. Das Unternehmen befindet sich in einer strategischen Neuorientierung.

Die auf strukturierte Produkte spezialisierte Leonteq hat im ersten Quartal zwar mehr Ertrag erzielt, aber weniger verdient. Das Unternehmen nannte keine konkreten Zahlen. Das sorgte bei Anlegern für Unsicherheit. Die Aktie eröffnete mit einem Minus von rund 10%.

Das Jahr habe gut begonnen, im März hätten sich die Kundenaktivitäten allerdings erheblich reduziert, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Wortlaut lässt auf eine Gewinnwarnung schliessen. Das Transaktionsvolumen mit eigenen Emissionen hat sich verringert. «Eigene Produkte wurden verteuert, um sich stärker auf das Plattformgeschäft zu konzentrieren», sagt Jan Schoch, CEO von Leonteq, am Donnerstag an einer Telefonkonferenz. Dadurch ging der Absatz eigener Produkte zurück. «Die Marge im Bereich eigener Emissionen hingegen dürfte sich positiv entwickelt haben», sagte Roman Kurmann, Finanzchef von Leonteq. Das Vorgehen sei gewollt und stehe im Einklang mit der Strategie. «Längerfristig sollen 80% des Ertrags aus dem Plattformgeschäft kommen, 20% aus eigenen Emissionen», sagte Schoch. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?