Unternehmen / Finanz

Leonteqs Vergütung wirft Fragen auf

Obwohl der Derivatspezialist sein Entlohnungsmodell angepasst hat, ist die Kritik daran nicht restlos verstummt.

Jahrelang stiess das Vergütungsmodell von Leonteq auf Ablehnung. Jetzt hat der Verwaltungsrat (VR) die Art und Weise, wie er die Geschäftsleitung (GL) bezahlt, überarbeitet, und der Wind dreht sich. Die weltweit grössten Stimmrechtsberater, ISS und Glass Lewis, hat der Derivatspezialist nun auf seiner Seite. Sie haben Einfluss darauf, ob ein Traktandum an einer Generalversammlung (GV) angenommen wird oder nicht.

Die Vergütungspraxis Leonteqs im Geschäftsjahr 2018 sei zwar weiterhin besorgniserregend, schreibt ISS. Für 2019 treten allerdings positive Änderungen in Kraft, wie die Einführung einer Obergrenze für Boni, die verlängerte Sperrfrist, bis der Aktienbonus gezahlt wird, oder die Offenlegung der daran geknüpften Leistungsziele. Glass Lewis schreibt, das neue Modell stehe im Einklang mit vorbildlicher, internationaler Praxis. ISS gibt sich derart überzeugt, dass sie sogar die Zustimmung zur Vergütung 2018 empfiehlt, obwohl diese noch unter dem kritischen alten Regime zustande kam.

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