Märkte / Makro

Letzter Weckruf für Hollande

Die Indikatoren sind in Frankreich auf einem Rekordtief. Noch nie seit dem Start des Euros war das Land so weit entfernt von Deutschland.

Es ist ruhig geworden um Frankreich seit der Wahl von François Hollande zum Präsidenten im Mai 2012. Während davor ein reformrenitenter Sozialist im Élysée die Märkte schreckte, mauserte sich Hollande kurz danach zur Avantgarde jener Denkschule, die den Fokus vom Sparen auf das Wachstum lenken wollte. Wenige Monate später musste der Internationale Währungsfonds (IWF) zugeben, den Fiskalmultiplikator, den Einfluss der Staatsausgaben, zu tief geschätzt zu haben. Da war es amtlich: Zu viel Austerität wirkt kontraproduktiv, weil sie Wachstum und damit Staatseinnahmen abwürgt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?