Unternehmen / Schweiz

Liberty Global versucht es in der Schweiz

Der US-Telecomkonzern will mit Sunrise und UPC Cablecom einen nationalen Champion schaffen. Der Leistungsausweis überzeugt nur teilweise.

Eigentlich ist Liberty Global ein Telecomdienstleister. Im Angebot hat er Internet, Fernsehen, Festnetz- sowie Mobiltelefonie. Doch das Geschäft ist nur Mittel zum Zweck; das unterstreicht die geplante Akquisition des Telecom­unternehmens Sunrise. Das Ziel von CEO Mike Fries ist es, nationale Champions zu kreieren. «Die Konvergenz von Mobil- und Festnetz funktioniert», erklärte er an der Präsentation der Quartalszahlen Anfang August – vor der Ankündigung der geplanten Fusion von UPC Cablecom, die bereits zu Liberty gehört, und Sunrise in der Schweiz.

Laut Fries ist es eine der wichtigsten strategischen Entwicklungen der letzten dreissig Jahre im europäischen Telecomgeschäft. «Es spielt auch keine Rolle, ob das Unternehmen der Verkäufer oder der Käufer ist.» Finanziell habe sich der Verkauf des Festnetzgeschäfts in Australien sowie in Deutschland gelohnt. Wie derzeit in der Schweiz tritt Liberty Global aber auch oft als Käufer auf. «Seit 2015 haben wir fünf oder sechs Fusionen im Mobilfunkgeschäft im Wert von über 80 Mrd. $ angekündigt oder vollzogen», erklärt er.   Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?