Märkte / Immobilien

Libor-Hypotheken kurz vor dem Aus

Der Wechsel zu den neuen Geldmarkthypotheken, die auf dem Übernachtsatz Saron basieren, ist so gut wie abgeschlossen. Was es noch zu beachten gilt.

Die wohl grösste Umstellung an den Zinsmärkten seit Jahrzehnten geht in die allerletzte Runde. Diesen März hat die britische Bankiervereinigung bestätigt, dass sie den Frankengeldmarktsatz Libor nur noch bis Ende 2021 erheben wird. Es werde auch kein synthetischer Frankenlibor fortgezeichnet. Das Aus steht fest, seit internationale Betrügereien von Banken 2012 schwere Mängel in der Zinsberechnung offengelegt hatten. Der Libor (London Interbank Offered Rate) ist der wichtigste Referenzzins für Kredite und Termingeschäfte weltweit.

In der Schweiz war er seit der Jahrtausendwende der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank, bis sie ihn vor zwei Jahren durch den neuen SNB-Leitzins ersetzte. Und er bildete die Basis für alle kurzlaufenden flexiblen Hypotheken. In zweieinhalb Monaten ist damit endgültig Schluss. Was ändert sich für Hypothekarnehmer?

Kein Zinsschock zu befürchten

Libor-Hypotheken wird es spätestens nach Ende dieses Jahres nicht mehr geben. Die Nachfolger werden auf dem Geldmarktsatz Saron basieren. Der Wechsel bringt keine Veränderung beim Zinsniveau mit sich. Denn beide Sätze verlaufen seit Jahren praktisch identisch. Das geschieht ungeachtet der unterschiedlichen Fristen. Beim Saron handelt es sich um einen effektiv gehandelten Übernachtsatz (Swiss Average Rate Overnight), während der Libor in vielen Laufzeiten erhoben wird. Sowohl zum Dreimonatslibor als auch zum weniger gehandelten Einmonatslibor übersteigt die Zinsdifferenz nur in Ausnahmesituationen 0,1 Prozentpunkte.

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