Märkte / Immobilien

Libor-Revolution in Zeitlupe

Obwohl der wichtigste Geldmarktsatz schon in zwei Jahren ausrangiert wird, stehen die Vorbereitungen für die Umstellungen vielerorts erst am Anfang.

Zwei Jahre sind an den schnelllebigen Finanzmärkten eine halbe Ewigkeit. Aber nicht, wenn es darum geht, die globalen Zinsmärkte auf das Aus des Interbankensatzes Libor vorzubereiten. Ab 2022 will der britische Bankenverband die London Interbank Offered Rate nicht mehr ermitteln. Betroffen sind fast alle wichtigen Währungsräume. An keinem anderen Zins hängen so viele Derivate, Hypotheken, Anleihen etc.

Die Behörden vor Ort und die Finanzbranche müssen einen funktionierenden Nachfolgezins garantieren – einen Referenzzinssatz –, auf den ausstehende Geschäfte weitergeführt und neue Kontrakte abgeschlossen werden können. Die Zwischenbilanz fällt jedoch ernüchternd aus.  Institutionen, Banken und Unternehmen liegen vielerorts im Zeitplan zurück. Die Voraussetzungen für eine reibungslose Umstellung sind noch nicht gegeben.

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