Unternehmen / Praktikus

Der Praktikus vom 5. Juli 2014

Die Themen: Mögliche Enttäuschungen aus dem Schweizer Industriesektor, die Übernahmespekulationen rund um Nobel Biocare und die Ähnlichkeiten von Goldman Sachs und der Bank Coop.

«Fussball ist ein simples Spiel, bei dem 22 Männer 90 Minuten lang einem Ball nachjagen und am Ende Deutschland gewinnt.»
Gary lineker
(englische Fussballlegende)

Lieber Investor

Das erste Halbjahr ist um. An der Börse verlief das Semester nicht berauschend, aber doch erfreulich. Der SMI hat seit Anfang Jahr knapp 6% Gewinn verbucht. Und wissen Sie, mit welcher der halbwegs gängigen Anlageklassen am meisten Geld verdient werden konnte? Mit griechischen Staatsanleihen. Die haben in Dollar gerechnet gemäss Merrill Lynch 28,6% Rendite abgeworfen. Portugiesische Bonds warfen 14,7% ab. Wenn das mal keine Blase ist.

Sehr gespannt bin ich auf die Halbjahreszahlen der Schweizer Unternehmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere Name aus dem Industriesektor enttäuschen wird, nicht zuletzt wegen unvorteilhafter Währungseffekte. Schon seit mehreren Wochen pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass etwa Sulzer schwach unterwegs ist und enttäuschen wird. Das Management zeigt wenig Interesse, die Gerüchte zu dementieren. CEO Klaus Stahlmann hat wohl aus der bitteren Erfahrung vom letzten Jahr gelernt. Damals publizierte Sulzer völlig überraschend schwache Halbjahreszahlen, was an der Börse prompt mit einem 10%-Taucher quittiert wurde. Sie und ich wissen: An der Börse ist es wie in der Liebe – es kommt immer auf das Management der Erwartungen an.

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