Unternehmen / Finanz

Linke nimmt UBS und Credit Suisse ins Visier

Nach Skandalen und hohen Verlusten bei den Grossbanken will SP-Präsident Wermuth mit Parlamentsvorstössen und einer Initiative die Regulierung verschärfen.

Credit Suisse hat der Linken das Sommerthema beschert. Mehrere parlamentarische Vorstösse sind in Arbeit, und am Horizont dämmert eine Volksinitiative «für einen gemeinnützigen Finanzplatz». Die eingeschlafene Debatte darüber, mit welchem Risiko und Eigenkapital die Schweizer Grossbanken unterwegs sein sollen und welche Verantwortung die Chefetage trägt, könnte neu angefacht werden.

Nachdem Credit Suisse im ersten Quartal mit dem Hedge-Fund-Kunden Archegos 4 Mrd. Fr. Verlust eingefahren hatte und die Aktionäre um frisches Kapital angehen musste, hielt der Fall Einzug auf dem politischen Parkett. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Nationalrats diskutierte im Beisein von Jan Blöchliger, Interimsdirektor der Finanzmarktsaufischt (Finma), Anfang der Woche darüber.

Bürgerliche dagegen

Grünen-Nationalrat Gerhard Andrey wollte einen Beschluss der WAK-Mitglieder erwirken, wonach der Bundesrat in einem Bericht hätte aufzeigen sollen, ob Elemente des britischen Senior Managers und Certification Regime auch hierzulande eingeführt werden könnten. Dieses Regime formuliert detaillierte Erwartungen an die Bankchefs und legt die Verantwortung bei Verstössen klar fest. Die bürgerliche Mehrheit der WAK lehnte das jedoch ab.

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