Unternehmen / Konsum

LM Group sieht Licht am Ende des Tunnels

Analyse | Im vergangenen Jahr ging in Sachen Reisen kaum etwas. Das soll sich bald ändern.

Der Onlinereiseanbieter LM Holding sieht Licht am Ende des Tunnels: Das katastrophale Geschäftsjahr 2020 hat er wegen Reiseverboten und Ferienunlust aufgrund der Pandemie zwar mit hohem Verlust abgeschlossen. Doch für den Aufschwung sieht sich das Unternehmen mit Sitz in Chiasso (TI) gut gerüstet. Fraglich ist nur, wann es so weit sein wird.

Die Gesellschaft vermittelt Reisen über das Internet. Zum Geschäft gehören Internetseiten, über die sich Flüge, Hotels oder Reisepakete buchen lassen, aber auch solche, über die Angebote im Internet verglichen werden können. Als Bravofly Rumbo Group ging das Unternehmen 2014 an die Börse. Nach Übernahme von Teilen der britischen Lastminute.com gab es sich zunächst diesen weitaus bekannteren Namen. Seit vier Jahren firmiert es unter LM Group. Zur Holding gehören Onlinemarken wie Lastminute.com, Volagratis, Bravofly, Hotelscan, Jetcost oder Weg.de.

Hoher Verlust 2020

Wie im Februar mitgeteilt schloss die Gruppe 2020 mit einem Verlust ab. Am Ende des Coronajahres stand ein Minus von 62 Mio. €, im Vorjahr war noch ein Gewinn von 23,9 Mio. € angefallen. Das Bruttoreisevolumen ging 63% zurück auf 1,1 Mrd. €. Dementsprechend fiel der Umsatz im Kerngeschäft 62% auf 128,9 Mio. €. Beim Betriebsgewinn vor Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda, Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) stand am Jahresende gar ein Minus von 97% auf nur noch 2,3 Mio. €. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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