Unternehmen / Industrie

Löscher verlässt Renova

Der ehemalige Chef von Siemens Peter Löscher verlässt Vekselbergs Renova, bleibt aber VR-Präsident von Sulzer. Dies bestätigte ein Sprecher Löschers.

(Reuters) Der frühere Siemens (SIE 106.66 -0.47%) -Chef Peter Löscher verlässt die Beteiligungsgesellschaft Renova des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg. Der Österreicher habe Vekselberg vergangene Woche seinen sofortigen Rücktritt mitgeteilt, erklärte ein Sprecher Löschers am Montag. Löscher trat 2014 in die Dienste Vekselbergs. Im Februar setzte ihn Vekselberg als Chef seiner Zürcher Gesellschaft ab, seither war er noch Vizepräsident des Verwaltungsrates.

Löscher soll neuer Aufsichtsratchef beim österreichischen Ölkonzern OMV werden. Der Ökonom sitzt bereits in den Kontrollgremien der Deutschen Bank und des spanischen Telekomkonzerns Telefonica. Zudem ist er Präsident des von Vekselberg kontrollierten Schweizer Maschinenbauers Sulzer (SUN 106.3 -1.02%).

Ein Insider rechnet allerdings damit, dass er diesen Posten in absehbarer Zukunft ebenfalls abgeben dürfte. In der Renova Management hat der Russe seine Beteiligungen an den schweizerischen Industriefirmen Sulzer, Oerlikon und Schmolz+Bickenbach gebündelt. Auch der frühere Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist Renova-Verwaltungsrat.