Unternehmen / Schweiz

Logitech fährt die Ausgaben hoch

Analyse | Der PC-Zubehör-Hersteller steigert wider Erwarten den Umsatz, der Zahlenkranz findet dennoch wenig Gefallen.

Der PC-Zubehör-Hersteller Logitech stand in den vergangenen Monaten an der Börse deutlich unter Druck. Wie wird das Geschäft des schweizerisch-amerikanischen Unternehmens nach den jüngsten Rekorden weitergehen? Das Ergebnis zum zweiten Quartal lag angesichts der Komponentenknappheit über den Erwartungen. Trotz eines Umsatzanstiegs ist Logitech jedoch deutlich weniger profitabel als noch ein Jahr zuvor. Bereits im Vorfeld war aufgrund des starken Vorjahres mit einem deutlichen Rückgang bei den Ergebniskennzahlen gerechnet worden.

Logitech gilt als einer der grössten Gewinner der Coronakrise an der Zürcher Börse. Die Aktien des in Lausanne beheimateten Konzerns mit Doppelkotierung in New York befinden sich jedoch seit dem Allzeithoch Anfang Juni in einem Abwärtstrend und haben mehr als 30% an Wert verloren. Obwohl sie seit September die Aktien der Swatch Group im Swiss Market Index (SMI) ersetzen, wurden sie in der jüngsten Vergangenheit oft zum Ziel von Leerverkäufern, die auf einen Kursverfall spekulierten. Auch am Dienstag notierten sie infolge der Ergebnisbekanntgabe am Vormittag deutlich im Minus.

Kostenanstieg belastet

Das Unternehmen, das am Dienstag Zweitquartalszahlen für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesen hat, steigerte den Umsatz 4% auf 1,3 Mrd. $. Das ist vor allem angesichts der unter Druck stehenden weltweiten Lieferketten bemerkenswert, angesichts des Rekordjahres aber für Anleger enttäuschend. Wie bereits im Vorfeld erwartet worden war, fiel die Marge leicht, liegt aber mit 42% weiter vergleichsweise hoch. Das Umsatzplus wurde durch die gute Performance in Asien ermöglicht, wo der Absatz durch die Bank 9% stieg. CEO Bracken Darrell erklärte im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft», dass Logitech im zweiten Geschäftsquartal in der Mehrheit der Geschäftsbereiche Marktanteile habe gewinnen können.

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