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Londoner Börse verschmäht SIX

Die Schweizer Börse SIX hat beim Verkauf der Borsa Italiana das Nachsehen. Hoffen darf sie nur noch begrenzt.

Ausgeträumt: Die Schweizer Börse SIX scheint das Rennen um den Kauf der Mailänder Borsa Italiana frühzeitig verloren zu haben. Wie deren Eignerin, die London Stock Exchange (LSE), am Freitag mitgeteilt hat, ist sie mit der Mehrländerbörse Euronext in exklusive Verhandlungen getreten. Nur Tage davor hatte SIX mit einem nicht bindenden Kaufangebot ihren Hut in den Ring ge­worfen. Man nehme die Meldung exklusiver Verhandlungen zur Kenntnis, so der offizielle Kommentar der SIX. «Es hat sich erledigt», heisst es inoffiziell.

So viel Nüchternheit zum Trotz: Auf die leichte Schulter nimmt man die Nachricht in Zürich keineswegs. Nur zu gerne hätte SIX in Mailand kopiert, was sie in Madrid dieses Jahr schon einmal bewerkstelligt hat: grenzübergreifendes Wachstum. Skaleneffekte sollten den Druck auf die Margen kompensieren, das Derivat- und das Anleihengeschäft Mailands sollten die eigenen, schwachen Bereiche stärken. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.