Märkte / Derivate

Long-Short für Kursübertreibung und Aktienrotation

Wenn Kurse weit auseinanderlaufen, setzt die Long-Short-Strategie auf Normalisierung.

Für und Wider. Wer erwartet, dass eine Anlage besser abschneidet als eine andere, kauft die erste und verkauft die zweite. Aussichtsreich ist eine solche Long-Short-Strategie derzeit etwa für Kupfer kontra Gold, Value- versus Growth-Aktien und gewöhnliche statt inflationsgeschützte US-Staatsanleihen.

Long-Short-Investments verlaufen gemäss der relativen Kursbewegung der beiden Anlagen – unabhängig davon, wie sich der Markt entwickelt. Das hilft für die Diversifikation des Portefeuilles, hat allerdings in der Pandemiekrise nicht immer wunschgemäss funktioniert.

Für Anleger am einfachsten ist es, wenn Anbieter strukturierte Produkte oder börsengehandelte Fonds (ETF) bereitstellen, die das Kaufen und Verkaufen übernehmen. Wer selbst eine Long- und eine Short-Position einnehmen will, muss die Mechanik von Put-Optionsscheinen (Warrants) und Short-Mini-Futures kennen.

Wenn Samsung Apple übertrifft

Ein besonders schönes Beispiel für eine Long-Short-Strategie hat an den Swiss Derivative Awards 2013 den ersten Preis gewonnen: Samsung Long und Apple Short. Im Sommer 2012 war der Börsenkurs von Samsung tief und der des Konkurrenten Apple hoch. Ein Tracker-Zertifikat kaufte Samsung und verkaufte Apple. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?